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"LEDON Lamp": Zumtobel Group steigt ins LED-Lampengeschäft ein

Dornbirn - Der börsenotierte Lichtkonzern Zumtobel steigt erstmals ins Lampengeschäft ein: Mittels neuartiger LED-Technologie will der Vorarlberger Leuchtenhersteller nun auch am Lampenmarkt punkten.

Angesichts der schrittweisen Abschaffung der Glühlampe wird den Zweiflern an der Energiesparlampe eine LED-Alternative angeboten. Die Technologie für die neue “Ledon-LED-Retrofit-Lampe” kommt aus dem südlichen Burgenland, wo in Jennersdorf energieeffiziente LED-Lichtquellen für die Beleuchtung entwickelt und produziert werden. Ab April soll die Ledon-Lampe im großen Umfang in den Handel kommen, derzeit werden Vertriebspartner gesucht. Im Internet können die Lampen bereits bestellt werden.

Der Wunsch nach gesteigerter Energieeffizienz wirkt als Treiber für neue Technologien. Die Glühlampe läuft seit September 2009 wegen mangelnder Energieeffizienz schrittweise aus, die Energiesparlampenhersteller wollen ihre Marktanteile übernehmen. Im Jahr 2009 bestand der Lampenmarkt zu drei Viertel aus klassischen Glühlampen, die Halogenlampe hielt 15 Prozent Marktanteil und die Energiesparlampe 12 Prozent. Zumtobel erwartet hohe Wachstumsraten für die LED-Lampe: Im ersten Jahr sollen weltweit 500.000 bis eine Million Lampen verkauft werden, die jährlichen Wachstumsraten werden mit 30 bis 50 Prozent angesetzt.

Die Vorteile der neu entwickelten Ledon-LED-Lampe sieht Zumtobel neben der besseren Energieeffizienz in der Lichtqualität und im Umweltbereich. Die Lichtausbeute der LED-Lampe liege ebenfalls höher, die Lebensdauer wird mit mindestens 25.000 Stunden (Energiesparlampe: 6.000 bis 15.000 Stunden) angegeben. Während eine Energiesparlampe erst “hochfahren” muss und erst nach 1 bis 5 Minuten 100 Prozent Leistung aufweise, biete die LED-Lampe sofort mit dem Einschalten volles Licht. Das Lichtspektrum werde ganz abgedeckt, dadurch werde LED-Licht subjektiv angenehmer und natürlicher empfunden und die Farben würden besser dargestellt, erklärte der Geschäftsführer von Ledon Lighting Jennersdorf, Stefan Tasch, unter Verweis auf eine Studie des Lichttechnik-Instituts der Universität Pannonien. Die Ledon Lighting Jennersdorf mit 120 Mitarbeitern ist eine 95-Prozent-Tochter von Zumtobel.

Die LED-Lampe sei auch umweltfreundlicher, weil sie kein Quecksilber enthalte, betonte Tasch. Konsumenten- und Umweltschützer hatten bei der Richtungsentscheidung der EU für die Energiesparlampe deren Quecksilbergehalt kritisiert. Der giftige Stoff wird beim Bruch der Lampe frei, Energiesparlampen müssen als Problemstoffe entsorgt werden. Hingegen bestehe beim Bruch einer LED-Lampe keine Umweltgefahr, versicherte Tasch. Die LED-Lampe sollte so wie ein Elektro-Kleingerät entsorgt werden, da sie Halbleiter und Aluminium enthalte.

Mit diesen Eigenschaften und der längeren Lebensdauer soll auch der höhere Preis aufgewogen werden: Zwischen 20 und 28 Euro kosten die 5 und 6 Watt-LED-Lampen, die 25 und 40 Watt Glühbirnen entsprechen. In den nächsten fünf Jahren soll sich der Preis der LED-Lampe an das Niveau der Energiesparlampen angleichen, erwartet Detlef Mikulsky, Geschäftsführer der Ledon Lamp GmbH, eine 100-prozentige Zumtobel-Tochter.

Die neue Lampe wird in globaler Arbeitsteilung produziert: Die Module für die Ledon-LED-Lampe werden in Jennersdorf entwickelt und hergestellt, die Treiber kommen aus einer britischen Partner-Firma. Zusammengestellt wird die Lampe dann in China. LED steht für Licht-emittierende Dioden, das sind Halbleiter-Punktlichter mit hoher Helligkeit und langer Lebensdauer. LEDs basieren auf dem Prinzip der Elektrolumineszenz, der Strom wird direkt in Licht verwandelt

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