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Lecher Wasser löst Warther Sorge

Spatenstich für Wasserprojekt in Warth
Spatenstich für Wasserprojekt in Warth ©Peter Strauß

Ein Jahr Bauzeit für Projekt, das Warth endlich Versorgungssicherheit bringt. (Ein Bericht von Peter Strauß)

WARTH. Eigentlich paradox: Warth zählt zu den niederschlagsreichsten Gemeinden des Landes, trotzdem gibt es seit Jahren ernste Probleme mit der Wasserversorgung in der Walsergemeinde, dem höchstgelegenen Dorf des Landes. Und darin liegt auch die Ursache des Übels: “Warth besitzt kaum ergiebige Quellen, die topografische Lage ist zu ungünstig”, beklagt Warths Bürgermeister Gebhard Fritz seit Jahren.

Bauvorhaben behindert

Seit sieben Jahren, um genau zu sein, denn damals musste die Gemeindevertretung erstmals ein Veto gegen Bauvorhaben einlegen. “Wir konnten das Risiko einfach nicht eingehen, dass zusätzlicher Wasserbedarf die gesamte Versorgung in Gefahr bringt.” Wer in Warth bauen wollte – ob Privathaus oder Hotel – musste nachweisen, dass er mindestens gleichviel Wasser ins Netz einspeist, wie er abnimmt. Beim Top¬hotel “Steffisalpe” war deshalb ein kompliziertes System des Wasserverbrauchs (Trinkwasser/Brauchwasser) notwendig, um diesen Kriterien zu entsprechen. Für das zwischenzeitlich auf Eis gelegte Neubauvorhaben beim Hotel “Biberkopf” gab es zeitweise sogar einen Baustopp.

Verhandlungen mit Lech

Während man deshalb jede nur mögliche Quelle erschloss (und dank einer Überbrückung durch private Quelleinspeisungen von der Jägeralpe Zeit gewinnen konnte), begannen vor sieben Jahren die Verhandlungen mit der Nachbargemeinde Lech.Es war, so Lechs Bürgermeister Ludwig Muxel, keine einfache Materie, denn auch Lech hat Trinkwasser nicht im Überfluss und musste im Zuge der Hilfe für Warth selbst sicherstellen, dass genügend Quellen sprudeln.
Jetzt sind alle Formalitäten einschließlich Bewilligungen durch die Behörden erledigt und eine Arbeitsgemeinschaft von Jäger-Bau, Schruns, und Hoch-/Tief-Bau Imst (HTB) hat mit den Arbeiten in schwierigem Gelände begonnen.

Spatenstich

Der symbolische Spatenstich in Lech-Stubenbach gab einen kleinen Vorgeschmack, denn die beiden Bürgermeister Ludwig Muxel und Gebhard Fritz hatten ebenso wie Vertreter der Baufirmen größte Mühe, die goldenen Spaten in den harten Boden zu rammen . . .

Zur Bauzeit gaben sich alle Beteiligten bei einem Umtrunk in der “Bodenalpe” ausgesprochen “vorsichtig”. “Wenn das Wetter so ist wie derzeit, dann kommen wir gut voran, aber bei einer Situation, wie sie im Juni wochenlang gegeben war, kann nicht gearbeitet werden”, legten Rainer Gehrmann, Franz Scheidl, Gerhard Tschabrun und Karlheinz Egger unisono dar.

Hoffen auf gute Witterung
Die Zubringerleitung von Lech-Stubenbach nach Warth ist rund sechs Kilometer lang. Auf der Strecke müssen vier wildzerklüftete Wildbachtobel und am Ende auch der Lech gequert werden.

Avisiert ist “Juli 2011”, aber das inklusive Adaptierungen in Warth 2,2 Millionen Euro teure Projekt kann sich auch verzögern. Andererseits “hoffen wir natürlich, bei entsprechender Witterung im günstigsten Fall schon heuer im Spätherbst Wasser nach Warth leiten zu können”, geben sich die Lecher zuversichtlich. VN-STP

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