Lech: Wallner zum Bürgermeister-Rücktritt

Wallner: "Die Entwicklung tut Lech nicht gut."
Wallner: "Die Entwicklung tut Lech nicht gut." ©Hartinger, Paulitsch
Nach dem Rücktritt des Lecher Bürgermeisters Stefan Jochum wird sich die Landesregierung kommenden Dienstag mit der Gemeinde zusammensetzen und einen Wahltermin festlegen.
Jochum: "Ich kann nicht mehr"

In Lech müssen nach dem Rücktritt des Bürgermeisters Stefan Jochum Neuwahlen ausgeschrieben werden. Die Landesregierung werde vermutlich kommenden Dienstag einen Wahltermin mit der Gemeinde festlegen, erkärt Landeshauptmann Markus Wallner im Pressefoyer am Dienstag. Eine Direktwahl wird stattfinden, alle im Kreise der Gemeindevertreter können sich bewerben.

Wallner: "Viel Emotion im Raum"

"Von außen betrachtet ist es schwierig und wahrscheinlich auch ratsam, sich etwas zurückzuhalten", so Wallner. Man sehe schon seit einiger Zeit eine gewisse Unruhe in Lech, es sei viel Emotion im Raum. In der Arlberg-Gemeinde drehe sich vieles um Projekte oder auch um ein bestimmtes Projekt, "da ist extrem viel Emotion im Raum". Der Rücktritt des Bürgermeisters sei bedauerlich - er könne nur an alle Fraktionen appellieren, dass sie sich jetzt zusammensetzen und im Sinne von Lech nach vorne schauen. "Lech ist eine unserer wertvollsten Gemeinden, eine unserer erfolgreichsten Tourismusgemeinden weit über die Grenzen hinaus und die aktuelle Entwicklung tut Lech nicht gut", so Wallner abschließend.

Komplizierte Verhältnisse in Lech

Die politischen Verhältnisse in Lech sind mit der Gemeindevertretungswahl im vergangenen Jahr bereits deutlich komplizierter geworden. Traten in der Arlberg-Gemeinde 2015 und 2010 gar keine Listen bei der Gemeindewahl an, so waren es 2020 gleich vier. Neben der "Liste Lech" (Muxel) standen auch "Unser Dorf" (Jochum) sowie "Zusammen uf Weg" und "Zukunft wagen" zur Wahl. Die absolute Mehrheit erreichte aber keine der allesamt bürgerlichen Namenslisten. Von den 18 zu vergebenden Mandaten gingen acht an die "Liste Lech", fünf an "Unser Dorf", vier an "Zusammen uf Weg" sowie eines an "Zukunft wagen". Jochum musste also die Zusammenarbeit suchen, um Mehrheiten zusammenzubekommen.

Paukenschlag am Montagabend

Am Montagabend trat Jochum nach etwas mehr als einjähriger Amtszeit völlig überraschend von seinem Amt zurück. Er teilte seinen Entschluss im Rahmen einer Gemeindevertretungssitzung mit. Seinen Schritt begründete er unter anderem mit andauernden persönlichen Angriffen aus der Gemeindepolitik. Bis zur Neuwahl übernimmt Vizebürgermeisterin Cornelia Rieser die Amtsgeschäfte.

(VOL.AT, APA)

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