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Lebensretter: "Das war sehr knapp"

Bekir Tamer, Mehmet und Burak Dag kämpften mit Feuerlöschern gegen den Rauch an.
Bekir Tamer, Mehmet und Burak Dag kämpften mit Feuerlöschern gegen den Rauch an. ©VN/HEY
Lauterach - Der 21-jährige Burak Dag rettete seinen Mitbewohner aus den Rauchschwaden.
Lauteracher aus brennendem Zimmer gerettet

Freitag. Kurz vor Null Uhr. Burak Dag hat Feierabend. Der 21-Jährige sitzt am Laptop in seinem Zimmer. Plötzlich fällt der Strom aus. Also geht er die Treppenstufen zu seinem Chef Bekir Tamer (52) hinunter. Noch während beide feststellen, dass die Sicherung durchgebrannt ist, kommt eine Passantin hektisch zur Tür des Gasthauses Krone in Lauterach herein. Sie ruft: “Feuer! Bei euch brennts!”

Feuerlöscher in der Hand

Der junge Chef-Kellner läuft hinaus und sieht schwarzen Rauch aus einem Zimmer im dritten Stock aufsteigen. Er ruft seinen Vater Mehmet Dag (42), warnt die anderen Hausbewohner lautstark, ehe sie zu dritt nach oben rennen. Mit Feuerlöschern in den Händen bahnen sie sich den Weg zu Zimmer Nummer zwölf. „Das war unglaublich. Wir haben vor lauter Rauch überhaupt nichts mehr gesehen. Ich hatte keine Orientierung mehr. Dann ist mir schwindelig geworden“, beschreibt Dag den Kampf gegen den Rauch.

Im Halbschlaf

Sein Chef hämmert gegen die Tür, der Bewohner taumelt ihm entgegen und fällt auf ein Sofa vor dem Zimmer. „Er hat zwar viel getrunken, aber auch viel Rauch abbekommen“, zeigt der 21-Jährige die sinnesbenebelnde Mischung auf. Der Chef kämpft mit dem Feuerlöscher gegen den Rauch an. Im Halbschlaf findet der Kellner den Mitbewohner auf dem Sofa vor. „Das war purer Zufall. Man hat wirklich die Hand vor Augen nicht gesehen.“ Dann greift er den 40-Jährigen am Arm. Doch der will sich nicht helfen lassen. Also packt Dag beherzt zu und bringt den Mann aus dem Rauch in sein Zimmer. “Als ich ihn dann vor mir gesehen habe, wurde mir erst klar, dass es echt knapp war. Er war überall schwarz – in den Haaren, im Gesicht, an all seiner Kleidung.” Mit leichten Verletzungen muss der Bewohner ins Krankenhaus. Kann aber nach kurzer Zeit wieder zurück ins Gasthaus.

Zum Essen einladen

Burak Dag wollte sich anschließend noch bei der Passantin bedanken. Sie war aber schon weg. „Sie soll sich bei uns melden. Ich möchte sie zum Essen bei uns einladen“, verspricht der Kellner, der froh ist, dass niemandem etwas passiert ist.

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