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Leben statt leiden

Seit Kurzem sind neue Medikamente verfügbar, die einen vielversprechenden Ansatz für die Migräneprävention bieten.
Seit Kurzem sind neue Medikamente verfügbar, die einen vielversprechenden Ansatz für die Migräneprävention bieten.
Neuer Ansatz verspricht verbesserte Möglichkeiten in der Migräneprävention.

Rund 40 Prozent der Migränepatienten in Österreich sind regelmäßig und häufig von quälenden Beschwerden geplagt: Sie leiden an mindestens fünf oder mehr Tagen pro Monat an Migräne, das zeigte vor Kurzem die europaweite Eurolight-Studie.

„Für diese Patientengruppe wäre eine präventive Behandlung grundsätzlich sinnvoll. Doch leider gibt es immer Betroffene, die auf die bisher verfügbaren Medikamente nicht ausreichend ansprechen oder sie nicht gut vertragen“, erklärt Prim. Priv. Doz. Dr. Nenad Mitrovic, Vizepräsident der Österreichischen Schmerzgesellschaft und Vorstand der Abteilung für Neurologie am Salzkammergut-Klinikum Vöcklabruck. In diesem Sinne zeigte die Eurolight-Studie, dass nur 6,6 Prozent aus dieser Patientengruppe Medikamente zur Prophylaxe einnehmen.

Zielgerecht

Seit Kurzem sind neue Medikamente (sogenannte monoklonale Antikörper) verfügbar, die einen zielgerichteten und vielversprechenden Ansatz für die Migräneprävention bieten. Die bisherigen Studien konnten eine gute Wirksamkeit von diesen Antikörpern in der Migräneprophylaxe nachweisen, schlossen jedoch therapieresistente Patienten zum Teil aus.

Die aktuelle LIBERTY-Studie untersuchte nun, wie der Antikörper Erenumab bei Patienten wirkt, die bereits zwei bis vier andere erfolglose Präventionsbehandlungen hinter sich hatten. Beteiligt waren insgesamt 246 Teilnehmer, die unter episodischer Migräne litten und zu Behandlungsbeginn zwischen vier und 14 Migränetage pro Monat verzeichneten. Über einen Zeitraum von zwölf Wochen erhielten sie einmal pro Monat entweder 140 mg vom Antikörper oder Placebo unter die Haut injiziert.

Bessere Lebensqualität

„Das Ergebnis ist vielversprechend: Patienten, die mit Erenumab behandelt worden waren, verzeichneten merklich weniger Migränetage pro Monat als die Placebo-Gruppe“, berichtet Prim. Mitrovic. Konkret zeigte sich, dass im Vergleich zu Placebo doppelt so viele Patienten ihre Migränetage nach drei Therapiemonaten zumindest halbieren konnten (30 versus 14 Prozent). Fast bei dreimal so vielen Patienten konnten die Migränetage mithilfe des Antikörpers um 75 Prozent und mehr reduziert werden, sechs Prozent der Studienteilnehmer erreichten durch die Behandlung völlige Beschwerdefreiheit.

Abschließend zeigte sich, dass die Verträglichkeit von Erenumab sehr gut war; Langzeitnebenwirkungen nicht bekannt sind.

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