Lauterach schließt Grundstücksdeal ab

Die „Säge“ auf dem ehemaligen Schertler-Areal wird vorübergehend als Veranstaltungs-Location genützt werden
Die „Säge“ auf dem ehemaligen Schertler-Areal wird vorübergehend als Veranstaltungs-Location genützt werden
Option auf knapp 4000 Quadratmeter des ehemaligen Schertler-Areals wurde eingelöst.

Lauterach. (stp) Am Montag war „Schlüsselübergabe“ für die Liegenschaft der ehemaligen Schertler-Zentrale in der Hofsteigstraße. Damit war der Weg frei für die Adaptierung der Gebäude, die die Marktgemeinde bis zu einer endgültigen Nachnutzung als Veranstaltungsräumlichkeiten nützen will. Die Sportlerehrung, die am 26. September in der „Säge“, dem ehemaligen Industriegebäude, stattfinden wird, ist ein erster Test für die „Eventtauglichkeit“ dieser Räumlichkeiten.

Letzter Schritt im Konzept

Die Übernahme der Liegenschaft durch die Marktgemeinde war der letzte Schritt einer umfangreichen Grundstücks­transaktion, die vor fast zehn Jahren in die Wege geleitet wurde. Damals wurde nach Wegen gesucht, das Lauteracher Traditionsunternehmen i+R Schertler aus dem Zentrum auszusiedeln und das Betriebsareal für den Neubau des Sozialzentrums zu nutzen. Im Juni 2007 war es dann soweit, Schertler konnte ins Areal an der Autobahn aussiedeln und die Gemeinde erwarb in einem ersten Schritt das Areal, auf dem bis dahin Baumaschinen und Ähnliches gelagert waren. Gleichzeitig erwarb die Gemeinde eine Option auf weitere 3700 Quadratmeter, die erst verfügbar waren, nachdem Schertler in seine neue Zentrale übersiedelt war. Die Option ist jetzt abgelaufen und in der letzten Sitzung vor der Sommerpause hat die Gemeindevertretung dem endgültigen Kauf zugestimmt.

Großes Potenzial

„Langfristig“, informiert der Lauteracher Bürgermeister Elmar Rhomberg, „soll dieses Areal für eine Erweiterung des Sozialzentrums genutzt werden.“ Auch an eine Wohnnutzung – Stichwort Betreutes und/oder Betreubares Wohnen ist gedacht. „Das werden wir in Absprache mit Schertler planen, denn „es verbleiben ja noch mehrere Tausend Quadratmeter Grund des ehemaligen Firmenareals im Besitz des Unternehmens, das hier Wohnungen errichten will. Ganz in unserem Interesse, denn es kann uns ja nichts Besseres passieren, als Wohnungen im Zentrum und deshalb werden wir uns als Partner einbringen.“

Gemeinsame Tiefgarage

Bei der Nachnutzung des Areals ist auch an eine gemeinsame Tiefgarage gedacht, um den ruhenden Verkehr in diesem sensiblen Ortszentrum in den Griff zu bekommen. Da dies ein mittelfristiges Projekt wird, stehen die ehemaligen Schertler-Objekte für eine vorübergehende Nutzung frei. „Bei einem ersten Lokalaugenschein waren wir verblüfft, welche Möglichkeiten sich hier auftun“, so Elmar Rhomberg, nachdem er sich mit Kolleginnen und Kollegen der Gemeindevertretung einen Überblick über die Werkhallen gemacht hatte. „Es gibt auch keinerlei statische Probleme, denn hier wurde solide gebaut – und Gebäude, in denen tonnenschwere Maschinen installiert waren, halten auch Personen aus“, so Rhomberg über die Möglichkeiten, die mit der Sportlerehrung Ende des Monats erstmals getestet werden sollen.

Kein Zeitdruck gegeben

„Wir gehen davon aus, dass dieses Großprojekt nicht von heute auf morgen in die Umsetzungsphase kommt, zumal auch die höchstgerichtliche Entscheidung über die Zukunft des Vereinshauses noch auf sich warten lässt“, erläutert Elmar Rhomberg bei einem VN-Lokalaugenschein. Die Gemeinde möchte natürlich auch das Vereinshaus einbinden, so es vom Höchstgericht grünes Licht für die geplante Modernisierung und Sanierung des traditionsreichen Veranstaltungszentrums gibt. Und was immer Schertler auf seinem Grundstück baut, „wir sind sicher, dass dies unabhängig von unseren Vorhaben möglich ist. Kurzfristig gehen wir deshalb davon aus, dass uns die Lokalitäten von Schertler noch einige Jahre erhalten bleiben.“

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