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Laterns will "Umdenken" bewirken

In Flurbegehungen zeigt Michael Machatschek vor Ort auf, worum es bei der Vorbeugung von Naturgefahren geht.
In Flurbegehungen zeigt Michael Machatschek vor Ort auf, worum es bei der Vorbeugung von Naturgefahren geht. ©Gemeinde Laterns

Eine vielversprechende “Aufklärungskampagne” hat die Gemeinde Laterns im Frühjahr dieses Jahres gestartet: Dr. Michael Machatschek, Leiter der Forschungsstelle für Landschafts- und Vegetationskunde in Hermagor, informierte die Bevölkerung über die Risikominimierung von Naturgefahren. Gemeinsam mit der Gemeindevertretung mit Bürgermeister Harald Nesensohn an der Spitze soll so in einem ersten Schritt ein Sensibilisierungsprozess erfolgen, auf den aufbauend ein langfristig wirksamer land- und forstwirtschaftlicher Entwicklungsplan erstellt werden soll.

Den Laien miteinbeziehen
Ob Hangrutschung oder Hochwasser – nicht alle Katastrophen sind vorhersehbar, aber mit einer Reihe an Maßnahmen können Schäden minimiert und abgewendet werden, so Machatschek. Die Wechselwirkung von Berg und Tal gelte es nicht zu vernachlässigen: “Wird der Berg nicht bewirtschaftet, so wirtschaftet der Berg im Tal!”, betonte der Landschaftsökologe bei einer Flurbegehung diesen Sommer. “Ich will dem Volk, den Behörden, den Politikern vor Ort zeigen, worum es geht. Ich will dem Laien deutlich machen, warum etwa die Alpbewirtschaftung unermesslich wichtig ist und welche Folgen es haben kann, wenn wir diese unterlassen.” Denn fehlende Bewirtschaftung von Almen, Bergland und Bergwald können verheerende Auswirkungen nach sich ziehen und zur Überlebensfrage der Unterlieger- und Talgemeinden werden.

“Meilenstein”-Projekt
Die Gemeinde Laterns hat sich zum Ziel gesetzt, dieser Entwicklung entgegenzuwirken und so Gemeinde und Lebensraum zu sichern. “Derzeit geht es darum, ein Bewusst- sein für die Thematik zu schaffen, bevor es an konkrete Planungsschritte geht”, stellt Bürgermeister Harald Nesensohn in Aussicht. Das Gemeindeoberhaupt sieht das Projekt als “Meilenstein”: “Die Berg- und Talgemeinden erkennen, dass man das Problem nur gemeinsam angehen kann, dass letztlich das Engagement des Einzelnen der alles entscheidende Faktor ist.”

Unterstützung für Bauern
“Alle Bürgermeister der Regio Vorderland schlagen die gleiche Richtung ein”, macht auch Machatschek deutlich. Auch das Volk in Laterns habe verstanden, worum es gehe – nämlich “gemeinsam integral, sprich wechselwirksam, aktiv zu werden,”. Bedeutsam sei auch, Fördermittel von Land und EU zu akquirieren, denn keine Firma könne einen Bauern ersetzen, macht er deutlich.

Fakten:

Ziel: Entwicklung von langfristigen Strategien zur Sicherstellung des Lebensraumes für die Bevölkerung in Laterns und die Gemeinden der Region Vorderland

Wer: Dr. Michael Machatschek, Gemeindevertretung Latens

Zeitraum: 1-2-jähriger Sensibilisierungs- und Planungsprozess, danach weitere Schritte

Kosten: werden nach Konzept-erstellung definiert; Finanzierung der Planung durch Gemeinde, Land, Vorderland-Gemeinden

Quelle: VN-Heimat/BTX

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