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„Latein macht mir einfach Spaß!“

Für Claudia Thal ist Latein mehr als nur Unterrichtsstoff – es ist eine Art Hobby für sie.
Für Claudia Thal ist Latein mehr als nur Unterrichtsstoff – es ist eine Art Hobby für sie. ©Laurence Feider
 Die BGD-Schülerin Claudia Thal tritt bei der Bundesolympiade in der Kategorie Langlatein an.
Lateinolympiade Claudia Thal

 

Dornbirn. Das schöne Wetter in den Osterferien hat Claudia Thal unter anderem dafür genutzt, an der frischen Luft zu lernen bzw. zu übersetzen. Die Siebtklässlerin des BG Dornbirn hat sich nämlich mit einem ersten Platz beim diesjährigen Landeswettbewerb der Lateinolympiade für die Bundesausscheidung qualifiziert. Den Sieg in der Kategorie Langlatein sicherte sie sich mit ihrer Übersetzung eines mittelalterlichen Textes über Karl den Großen. „Ich habe bereits letztes Jahr mitgemacht und war auf Anraten meiner Lateinlehrerin auch heuer wieder dabei“, erzählt die begeisterte Lateinschülerin. Dass manche Gleichaltrige Latein für altmodisch, langweilig oder uncool halten, ist ihr ziemlich egal. „Mir macht Latein einfach Spaß. Es ist diese Kombination aus Geschichte und Grammatik, die mich fasziniert“, erklärt die junge Dornbirnerin.

Faszination Latein

Dabei ist ihr Latein alles andere als in die Wiege gelegt. „Meine Oma hat wegen Latein sogar mit der Schule aufgehört“, erzählt Claudia. Sie hingegen findet es spannend, einen Satz Wort für Wort auf seinen Inhalt hin zu analysieren. „Übersetzt man ein Wort falsch, ergibt der ganze Satz oft einen völlig anderen Sinn. Das amüsiert mich – genauso wie die unterschiedlichen Stile der Autoren und ihre Bedeutung in der Zeit“, versucht die Gymnasiastin ihre Faszination zu erklären. Einen erheblichen Anteil an ihrer Latein-Begeisterung habe auch ihre Lateinlehrerin, ist Claudia überzeugt. „Frau Prof. Schlachter hat so eine mitreißende Art zu unterrichten und hat mich mit ihrem Enthusiasmus angesteckt.“

Bundesfinale am 19. April

Normalerweise hätte im Vorfeld der Bundesolympiade eine gemeinsame Vorbereitungswoche aller Landesfinalisten stattgefunden. Diese entfällt heuer – stattdessen gibt es ein Skriptum, das in Eigenregie vorbereitet wird. „Anders als beim Landesbewerb wissen wir nicht, welcher Autor zur Bundesolympiade kommt. Es deutet aber einiges darauf hin, dass es Lukrez sein wird“, glaubt Claudia Thal. Der Bundesbewerb wird am 19. April regional an den jeweiligen Schulen durchgeführt, die Übersetzungen der teilnehmenden Schüler werden eingescannt und nach Eisenstadt geschickt, wo eine Jury die Bewertung vornehmen wird. „Das Ergebnis ist nicht entscheidend für mich – ich freue mich einfach aufs Übersetzen“, sagt Claudia Thal.

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