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Langsamer Anstieg in Wien erwartet

Höchster Wasserstand in der Hauptstadt seit 1890. Überschwemmungen nur unterhalb des Kraftwerks Freudenau. Steigender Grundwasserspiegel bedroht Keller.

In Wien stieg Mittwochvormittag das Hochwasser der Donau nur noch langsam. Christoph Langthaler von der MA 45 (Wasserbau) erwartete laut einer Aussendung den Scheitelpunkt zwischen 11.00 und 12.00 Uhr. Der Pegel Korneuburg sollte dann zwischen 7,8 und 7,9 Meter erreichen, den höchsten Wasserstand seit dem Jahr 1890. In der Donau und der Neuen Donau wurde ein Wasserdurchfluss von 10.500 Kubikmetern pro Sekunde gemessen.

Dieser „Hochstand“ werde sechs bis acht Stunden anhalten, hieß es in der MA 45. Der Höhepunkt des Hochwassers dürfte damit erreicht sein. Für den Großteil Wiens herrsche weiter keine Überschwemmungsgefahr, „es gibt kein Problem für den Hochwasserabfluss“.

Schwierigkeiten wurden allerdings vom Bereich der Einmündung des Donaukanals in die Donau vermeldet: Im Bereich des Alberner und Freudenauer Hafens gab es Straßensperren, die Feuerwehr musste vom Hochwasser betroffenen Betrieben helfen. Das steigende Grundwasserspiegel könnte auch die Keller von Wohnhäusern nahe des Donaukanals im 3. und 11. Bezirk bedrohen, vermutete ein Sprecher der MA 45.

Unsicher war weiterhin, ob das steigende Grundwasser in den Kaisermühlentunnel der Donauuferautobahn (MA22) eindringen könnte. Bei der zuständigen MA 46 gab man sich vorsichtig optimistisch. „Wir glauben nicht mehr daran, aber wir sind bereit“, hieß es.

Zu einem „nicht dramtischen“ Wasserschaden kam es auch an der U-Bahn-Linie U 4. Laut einem Sprecher der Wiener Linien wurde Mittwoch Früh zwischen den Stationen Längenfeldgasse und Margartengürtel im Gleisbereich Wasser bemerkt. Laut dem Sprecher stammte es allerdings nicht aus dem Hochwasser führenden Wienfluss, sondern aus einem Kanal im Bereich des Gaudenzdorfer Gürtels, der im Zuge der Regenfälle der vergangenen Tage beschädigt worden sein dürfte. Der Betrieb der U 4 blieb aufrecht, eines der beiden Gleise musste allerdings gesperrt werden.

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