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Langfristiges Verkehrsprojekt

Die Marktgemeinde Lustenau analysiert ab Herbst den Verkehrsfluss im Ort. Gestartet wird mit der Datenerhebung in der Holz- und Maria-Theresien-Straße.
Die Marktgemeinde Lustenau analysiert ab Herbst den Verkehrsfluss im Ort. Gestartet wird mit der Datenerhebung in der Holz- und Maria-Theresien-Straße. ©bvs
 Die Marktgemeinde Lustenau reagiert auf Verkehr im Ort, langfristige Verkehrserhebung startet im Herbst.
Langfristiges Verkehrsprojekt

 

Lustenau Die Holzstraße und die Maria-Theresien-Straße sind vielbefahrene Straßen in Lustenau. Während die einen diese Straßen nützen, um sich innerorts zu bewegen, gibt es zusätzlich einen Durchzugsverkehr. Wie der Verkehrsfluss dort im Detail aussieht, dem geht die Marktgemeinde ab Herbst auf den Grund. „Wir möchten den Verkehr in Lustenau genau analysieren, um dann anhand statistischer Fakten erfolgreiche zu Maßnahmen setzen“, erklärt Bürgermeister Kurt Fischer. Insgesamt 13 Kameras sind dafür an verschiedenen Straßenlaternen angebracht worden, um in einem Pilotprojekt für diese zwei Straßen das Verkehrsaufkommen zu analysieren.

Nur Daten, keine Fotos

„Wir brauchen faktenbasierte Zahlen, die uns belegen, wie sich die Menschen in Lustenau bewegen“, sagt Fischer. Das Tiroler Unternehmen „Swarm Analytics“ liefert dafür eine eigens entwickelte Software. Swarm Analytics kann die Daten von der Kamera in Echtzeit analysieren. Die Privatsphäre der Verkehrsteilnehmer bleibe gewahrt, da die Bilder noch in der Kamera gelöscht werden. Lediglich die Zahlen wandern in Echtzeit an einen Computer, der sie speichert und auf einem Dashboard anzeigt. „Damit ersparen wir uns aufwändige Verkehrszählungen und können langfristig die Mobilität untersuchen.“

Neue Technologie nutzen

Anhand der Daten können die Experten erkennen, ob es sich um einen reinen Durchzugs- oder internen Verkehr handelt. Es wird jedoch nicht nur der motorisierte Verkehr, wie Pkw, Lkw und Busse erfasst, sondern alle Verkehrsteilnehmer, die sich in Lustenau bewegen. Dazu gehören auch Fußgänger und Radfahrer. So kann anhand der neuen Software beispielsweise auch erkannt werden, welche Zebrastreifen gut genutzt werden und an welchen Stellen noch welche angebracht werden müssen. „Die Zahlen, die wir von den Kameras übermittelt bekommen, helfen uns, ein Gesamtbild zu erhalten.“ Durch die Analyse des Verkehrsflusses können aber unter anderem auch Ampeln optimiert werden.

Start im Herbst

Die Aufzeichnung des Verkehrs beginnt im Herbst, bis dahin laufen die Vorbereitungen. „Wir bringen Kameras mit deren Mikroprozessoren an den genannten Straßen an und stellen die Stromversorgung sicher.“ Die Marktgemeinde möchte nicht nur kurzfristig die Mobilität erfassen, sondern auch Vorher-Nachher-Bilder aufzeigen können. „Besonders bei neu geschaffenen Begegnungszonen wird dies interessant werden.“ Es geht aber auch um die jahreszeitlich unterschiedliche Nutzung der Verkehrswege. Die Positionierung dieser Verkehrskameras kann ebenfalls sehr flexibel erfolgen, was für Fischer einen weiteren Vorteil darstellt. bvs

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