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Lage in Vorarlberg hat sich entspannt

Die Krisensituation in Vorarlberg hat sich bis Mittwochmittag "sehr entspannt", erklärte LH Herbert Sausgruber als Bilanz der vermutlich letzten Sitzung des Krisenstabs in der großen Runde.  

Bis auf Gargellen im Montafon dürften spätestens am morgigen Donnerstag sämtliche Orte zumindest für die Einsatzkräfte wieder auf dem Landweg erreichbar sein.

Die Regenfälle haben aufgehört, die Pegel der Flüsse und Bäche sanken am Mittwoch permanent und die Überflutungen gingen ebenfalls zurück. Damit werden die innerhalb weniger Stunden angerichteten Unwetterschäden allmählich im Detail sichtbar. Praktisch überall haben die Aufräumarbeiten begonnen. So standen Mittwoch „nur“ noch rund 500 Feuerwehrmänner im Einsatz, am Dienstag waren es mehr als 3.000. „Jetzt sind großteils die Professionalisten von den Baufirmen dran“, begründete Landesfeuerwehrkommandant Ulrich Welte. Die rund 400 Angehörigen des Bundesheers, die ebenfalls helfen, werden am Donnerstag durch eine mehr als 100 Mann starke Pioniereinheit ergänzt.

Die Bahn- und Straßenverbindungen nach Tirol waren am Mittwoch weiter unterbrochen. Während damit gerechnet wurde, dass die Sperre der Rheintalautobahn zwischen Feldkirch und Bludenz noch im Laufe des Tages aufgehoben werden kann, wagte für die Arlbergschnellstraße S16 noch niemand eine Prognose. Zuerst müssten Sachverständige erst einmal an Ort und Stelle die enormen Schäden begutachten und Möglichkeiten für notdürftige Ersatzabschnitte prüfen. Das gilt auch für andere Landesteile, wohin die Gutachter erst im Laufe des Mittwochs aufbrechen konnten.

Am gravierendsten stellte sich nach wie vor die Situation in Gargellen dar. Da weite Abschnitte der Straße in das Montafoner Bergdorf weggerissen sind, ließe sich derzeit überhaupt nicht abschätzen, wann der Ort wieder erreichbar ist, erklärte Sausgruber. Jedenfalls wird den Einwohnern und Gästen, die in Gargellen sind, das Ausfliegen mit den Hubschraubern des Bundesheers und der Polizei angeboten. Gleiches gilt auch für das Feriengebiet Nenzinger Himmel und eine völlig isolierte Feriengruppe im Großwalsertal – insgesamt kämen für diese Flüge somit rund 500 Personen im Bezirk Bludenz in Frage.

Nachdem sich ein zweiter Feuerwehrmann leicht verletzt hat, ist die Zahl der Verletzten in Vorarlberg auf insgesamt elf gestiegen. In Reuthe im Bregenzerwald war ein Todesopfer zu beklagen, das Schlimmste wird auch für einen Vermissten im Montafon befürchtet.

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