Ländle-Bauspezialist teilt Know-How mit der ganzen Welt

Revolutionäres Konzept nun weltweit verfügbar.
Revolutionäres Konzept nun weltweit verfügbar. ©Cree/Rhomberg
Nicht minder als "revolutionär" wird das neue Holz-Hybrid-Bausystem LifeCycleTower der Cree GmbH beschrieben. Modulare, flexible Bausysteme - so lautet demnach die Zukunft. Jetzt wird die Technologie mit der Welt geteilt.
Erstes Holz-Hybrid-Hochaus in Dornbirn
Hochhaus kurz vor Eröffnung
Der LifeCycle Tower entsteht
LCT: Der Baubeginn in Bildern
LifeCycle Tower: Die Pläne
LCT mit weltweiter Strahlkraft

2012 schaute die Baufachwelt nach Dornbirn: Nach etwas mehr als ein Jahr Bauzeit wurde dort am 19. November das erste Holz-Hybrid Hochhaus der Welt, das mit Passivhaus-Technologie erbaut wurde, eröffnet.

Der LifeCycle Tower (LCT) ONE, der am Standort Rhomberg’s Fabrik in Dornbirn entstand, ist das erste Gebäude, an dem das in einem mehrjährigen Forschungsprozess entwickelte, modulare und flexibel nutzbare Bausystem für nachhaltige Gebäude eingesetzt wurde. Dazu gab es zwei Grundüberlegungen. „Die eine war der ökologische Aspekt. Wir wollten Holz, das eine lange Tradition in unserer Region hat, in den urbanen Raum bringen“, so das Unternehmen damals. Deswegen wurde ein Holzbausystem entwickelt, mit dem man Hochhäuser oder großvolumige Gebäude bauen kann. „Holz auch deswegen, weil es nachwachsender Rohstoff und CO2-Speicher ist“, hieß es. Die zweite Überlegung der Cree GmbH war, dass man die Art des Bauens verändern wollte. Heute baue man noch Prototypen. Jedes Haus wird also von Beginn an neu geplant und individuell erstellt.

Darüber hinaus stand die Bauweise in Passiv-Haus Technologie im Vordergrund. Das beginnt bei der Dreischeibenverglasung und geht hin bis zu einer Komfortlüftung die eins ehr angenehmes Arbeitsklima ermöglicht. Der achtstöckige Prototyp wurde von fünf Arbeitern in nur acht Tagen montiert.

Technologie weltweit über Cloud geteilt

Ab nun haben interessierte Architekten über die Cloudtechnologie des schwedischen Anbieters BIMobject Zugriff auf das Holz-Hybrid-Bausystem von Cree. Das können sie unbegrenzt nutzen, um beispielsweise mit den digitalen Bauelementen und -komponenten vorläufige Entwurfsplanungen oder gleich Komplettlösungen anzufertigen und sich auch an Architekturwettbewerben zu beteiligen. Darüber hinaus erhalten sie den Überblick über den gesamten Lebenszyklus des so entstandenen Gebäudes. „Ist der Entwurf erfolgreich, unterstützen wir die Architekten selbstverständlich gerne mit den anschließend erforderlichen, technischen Detailinformationen“, erklärt Volker Weissenberger, Geschäftsfeldleiter Licensing & Franchising bei Cree. Generalunternehmer und Bauträger haben daneben die Möglichkeit, eine Lizenz zu erhalten und sich so die Umsetzung des Systems und den Vorsprung in ihrem Heimatmarkt zu sichern. „Pro Region wird lediglich eine Lizenz vergeben“, sagt Weissenberger.

Im BIM-Prozess von Cree ist alles durch das Handbuch von BIMobjects modularisiert und den Planern vorgegeben. So ist es Cree möglich, auch Bauplanung und -vorbereitung so zu industrialisieren, dass in Zukunft bis zu 100 Meter hohe Gebäude aus Holz standardmäßig innerhalb kürzester Zeit geplant, produziert und zusammengebaut bzw. montiert werden können.

Beauftragt werden können ausschließlich Hersteller oder Subunternehmer, die im digitalen System mitwirken. So garantiert Cree Lieferzeiten, Qualität, Fixpreise, CO²-Einsparung und -Ausstoß. Der neue Ansatz soll den Einsatz von Ressourcen und Energie im ganzen Lebenszyklus von Gebäuden reduzieren und ist die Antwort auf die Anforderungen des Klimawandels.

LifeCycle Tower: Ein Holz-Hochhaus entsteht

Präsentation Hubert Rhomberg

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