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Kurzbiografie: So wurde aus Hillary Diane Rodham die heutige Frauenrechtlerin Clinton

Die kleine Favoritin im US-Wahlkampf.
Die kleine Favoritin im US-Wahlkampf. ©AFP
Hillary Clinton war First Lady, Senatorin, Außenministerin. Sie steht seit fast 25 Jahren im Licht der Öffentlichkeit. Längst hat jeder eine Meinung zu ihr - vielleicht ist das ihr größtes Problem.
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Bei Mitstreitern gilt sie als ein wenig arrogant. Ehemalige Mitarbeiter aus dem Außenministerium beschreiben sie als herrisch, in ihrem Arbeitseifer und Perfektionsdrang soll sie manchmal auch ungerecht und beratungsresistent sein.

Vater war Republikaner

Hillary Diane Rodham wurde am 26. Oktober 1947 in Chicago geboren. Ihr Vater Hugh Rodham war Textilunternehmer und überzeugter Republikaner. Er soll in der Familie wie ein Militärausbilder geherrscht haben. Ihre Mutter Dorothy hatte eine schwere Kindheit, arbeitete früh und bläute ihren Kindern später ein, viel zu lernen. Die Lebensgeschichte ihrer Mutter erzählt Clinton in Reden immer wieder. Sie zeichnet dann das Bild einer hart arbeitenden Frau, warmherzig und liebevoll.

Ihren Vater erwähnte Clinton lange nicht öffentlich. Das änderte sich erst in diesem Sommer, als sie vor Menschenmengen in Michigan oder Iowa plötzlich seine Tugenden als Unternehmer pries. Er wurde zur Personifikation der amerikanischen Mittelschicht stilisiert: der ehrliche, hart arbeitende Geschäftsmann – das genaue Gegenteil des scheinbar windigen Unternehmers Donald Trump.

Die ganze Familie war aktiv in der evangelisch-methodischen Kirche beschäftigt. Als Kind nahm Hillary Ballett und Klavierunterricht und spielte in einem Softballteam mit. Als Babysitterin und Hilfslehrerin arbeitete sie in ihrer Jugend. Ihr Engagement gegen Frauendiskriminierung soll entstanden sein, als ihr aufgrund ihres Geschlechts verweigert wurde, an einem Astronautentraining teilzunehmen.

Hillary Clinton – das ist immer auch Bill Clinton

Das Paar lernte sich 1971 an der Elite-Universität Yale kennen, beide studierten Jura, beide waren politisch aktiv. Er hielt mehrmals um ihre Hand an, sie sagte mehrmals nein – so erzählen sie es beide.

AFP
AFP ©Bill Clinton steht hinter seiner Hillary – AFP

Hillary unterrichtete als Professorin an der Universität von Arkansas. Sie sammelte während der Watergate-Affäre erste Erfahrungen in den politischen Kreisen Washingtons, sie arbeitete als Rechtsanwältin in einer renommierten Kanzlei. Bill wurde Gouverneur von Arkansas, später Präsident. Sie kämpfte als First Lady für eine Gesundheitsreform, scheiterte aber am Kongress.

Angekratztes Image

Vieles hat über die Jahre an Hillary Clintons Image gekratzt. Nicht zuletzt waren es die Skandale ihres Mannes, darunter die Affäre mit seiner Praktikantin Monica Lewinsky.

Nach der Amtszeit ihres Mannes wurde sie Senatorin für den Bundesstaat New York. 2008 wollte sie schon einmal Präsidentin werden, unterlag damals aber in den Vorwahlen dem jungen Senator Barack Obama. Er wurde Präsident, sie Außenministerin.

E-Mail-Affäre

Aus ihrer Amtszeit blieben vor allem zwei Dinge hängen: Ihr wurde der Angriff auf das US-Konsulat im libyschen Bengasi mit vier Toten angelastet. Zudem wurde sie heftig kritisiert, weil sie dienstliche E-Mails über einen ungesicherten Privatserver verschickte. Das FBI ermittelte in der Sache, stellte aber keine strafbare Handlung oder Absicht fest. Bei vielen blieb aber das Bild hängen, dass Clinton eine Politikerin ist, die etwas zu verbergen hat. Im Wahlkampf-Endspurt tauchten neue Mails bei FBI-Ermittlungen in einer anderen Sache auf – nicht von Clinton selbst und doch höchst brisant für sie.

Facts über Hillary Clinton:

Beruf: Politikerin, Rechtsanwältin, Hochschullehrerin

Geburtstag und Alter: 26. Oktober 1947, 69 Jahre alt

Sternzeichen: Skorpion (“ganz oder gar nicht, willensstark, lebt das Extrem”)

Geboren in: Chicago

Größe: 1,67 Meter

Augenfarbe: Blau

Familienstand: Verheiratet mit Ex-US-Präsident Bill Clinton

Kinder: Eine Tochter (Chelsea)

Motto: “Stronger Together” (Gemeinsam stärker)

(dpa)

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