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Kurz telefonierte wegen Badawi mit Saudi-Minister

Kurz setzt sich für Raif Badawi ein
Kurz setzt sich für Raif Badawi ein
Im Fall des von einer weiteren Auspeitschung bedrohten saudi-arabischen Bloggers Raif Badawi hat Außenminister Sebastian Kurz (ÖVP) am Dienstag mit dem geschäftsführenden Außenminister Saudi-Arabiens, Prinz Abdul Aziz al-Saud, telefoniert. Wie aus dem Außenministerium weiter verlautete, sprach Kurz von einer "menschenunwürdigen Behandlung" Badawis und drängte auf dessen Begnadigung.
Auspeitschung wurde verschoben

Den Angaben zufolge betonte Kurz, die Aussetzung der Auspeitschungen sei wichtig, sie müssten jedoch gestoppt werden. Der Außenminister will in der Sache weitere Gespräche mit Saudi-Arabien führen.

EU und UNO eingeschaltet

Kurz hatte vorige Woche die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini und den UNO-Menschenrechtskommissar Zaid Raad al-Hussein eingeschaltet und am Montag den Fall beim EU-Außenministerrat thematisiert. Auch der britische Außenminister Philip Hammond setzte sich für Badawi ein.

Jede Woche 50 Peitschenhiebe

Der Blogger Badawi war zu 1000 Peitschenhieben verurteilt worden. 50 davon bekam er bereits, weitere 50, die für vergangenen Freitag angesetzt waren, wurden verschoben und sollen diesen Freitag nachgeholt werden. Der 30-jährige Aktivist hatte auf seiner Internetseite Liberal Saudi Network unter anderem die Religionspolizei und die in dem wahhabitischen Königreich vorherrschende strenge Auslegung des Islam kritisiert. Im Jahr 2012 wurde er deshalb festgenommen und im November wegen “Beleidigung des Islam” verurteilt. (APA)

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