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Kurt Fischer: Loackers Biogas "fehlt natürlich"

Was sagt Kurt Fischer zur Biomasse-Thematik?
Was sagt Kurt Fischer zur Biomasse-Thematik? ©Canva Pro, VOL.AT, VOL.AT/Mayer
Mirjam Mayer (VOL.AT) mirjam.mayer@russmedia.com
Ländle-Biomüll wird ab 2024 in Deutschland statt Lustenau verwertet. Was das für Lustenau bedeutet, erklärt Kurt Fischer.
(V+) Biomüll geht nach Deutschland
(V+) Lustenau: Großes Interesse an Fernwärme

Ab dem Jahr 2024 wird der Biomüll aus Vorarlberger Haushalten nicht mehr in der Biogasanlage der Firma Loacker in Lustenau verwertet. Die notwendige Ausschreibung des Gemeindeverbandes hat die AWB Amtszeller Werk für Biogas GmbH in Amtzell im Großraum Ravensburg gewonnen.

Biomüll aus Vorarlberger Haushalten landet ab 2024 in Deutschland. ©VOL.AT/Mayer

Ausschreibung mit klarem Ergebnis

"Ja, natürlich freut man sich als Standortbürgermeister immer, wenn lokale Betriebe zum Zug kommen, auch bei dieser großen Ausschreibung", verdeutlicht Kurt Fischer. Die Ausschreibung habe ein klares Ergebnis gebracht und sei aufgrund des Vergaberechtes notwendig gewesen. "Jetzt gibt es dann in Zukunft eine Umladestation außerhalb von Lustenau", meint Fischer. "Das ist vielleicht ein kleiner positiver Aspekt." Etwa, was den Verkehr in und durch die Gemeinde angehe. Man werde sehen, wie das logistisch gemacht werde.

Loacker wichtiger Standortbetrieb

Die Firma Loacker mit dem ASZ Königswiesen sei "in vielfacher Hinsicht ein wichtiger Standortbetrieb". Es ergäben sich für die Gemeinde Lustenau große Vorteile durch das Knowhow vor Ort. Daher habe man großes Interesse, dass Loacker in Lustenau ein gutes Entwicklungspotential habe. "Ich hoffe jetzt nicht, dass der Verlust dieses Biogasauftrags dort einschneidende Auswirkungen haben wird", gibt Fischer daher zu verstehen. Auch, da der Großbetrieb wichtige und wertvolle Arbeitsplätze biete und dort immer wieder zukunftsweisend investiert werde.

Die Biogasanlage in Lustenau. ©VOL.AT

Wertschöpfung in Deutschland

Fischer ist auch Teil des Präsidiums des Gemeindeverbandes. "Es gab ein für uns, vielleicht auch in der Dimension, überraschend klares, Ergebnis", betont der Lustenauer Bürgermeister. Sammellogistik weiterhin in der Hand einer Vorarlberger Bietergemeinschaft, "Die Verwertung, die Wertschöpfung findet in Deutschland statt", so Fischer.

Loacker ist ein wichtiges Standortunternehmen für die Gemeinde Lustenau. ©Philipp Steurer

Königswiesen keine Wärmequelle

Lustenau plant ein Fernwärmeprojekt mit Biomasse. Alle öffentlichen Gebäude, große Firmen im Millennium Park und Industrie Nord und Privathäuser sollen mit der Wärme aus Biomasse für Heizung und Warmwasser versorgt werden. Dort ändere sich nichts, erklärt Fischer, weil Königswiesen für Lustenau keine Wärmequelle darstelle. Die Entscheidung für Fernwärme sei gefallen, um einen Weg raus dem Fossilen zu finden. Biomasse sei hier ein guter Weg.

Loackers Biogas "fehlt natürlich"

"Das Biogas, das bei Loacker produziert wurde [...] aus dem häuslichen Biomüll, das fehlt natürlich", gibt das Lustenauer Gemeindeoberhaupt zu verstehen. Es gebe auch eine Kooperation mit der Marktgemeinde Hard, wo Königswiesen tatsächlich auch Wärme liefere. Bei der Fernwärme handle es sich um Biomasse aus Holz, etwa auch Schwemmholz aus dem Bodensee vor Lindau. Dort gebe es bereits Pläne für ein Biomasseheizwerk, dass diese spezielle Holzart mit der Filterung auch gut verwerten könne.

(VOL.AT)

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