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Kunstraum mit Blickfang statt Leerstand

Das Künstlertrio Stefan Finzgar, Christian Hirschmann und Clemens Walser in der Galerie am Schlossgraben.
Das Künstlertrio Stefan Finzgar, Christian Hirschmann und Clemens Walser in der Galerie am Schlossgraben. ©Emir T. Uysal
Kunst im Jetzt fordert neue Ideen: Die neue Galerie am Schlossgraben eröffnet. 
Galerie am Schlossplatz (2021)

FELDKIRCH In den letzten zwei Monaten wurde in der der neuen Galerie am Schlossgraben ordentlich gearbeitet. Rund 22.000 investierte Stefan Finzgar und sein Team Christian Hirschmann mit Selina Bilgeri und Künstlerkollege Clemens Walser in das Projekt. Trotz des außerordentlich schwierigen Jahr 2020, mit finanziellem Totalausfall hielt das Kollektiv zuversichtlich an der Idee fest. „Wir wagten den Schritt mit all den Risiken und der weiteren finanziellen Belastung und starteten das Projekt Galerie am Schlossgraben.“

Kunst in allen Facetten
Als die Stadtmauer in der historischen Stadt Feldkirch abgebaut wurde, diente das Abbruchmaterial zur Auffüllung des Grabens, welcher der im nun benannten Schlossgraben die Stadtmauer vor Eindringlingen schützte. In diesem Gebiet wurde die Stadt rasch erweitert. Der Schlossgraben, damalig eine Nebengasse, gilt heute als Zubringerhauptader zu einer der meistbefahrenen Verkehrsknotenpunkte in Österreich. Das Gebäude steht leer und muss in naher Zukunft einem Neubau weichen. Bis dahin – Leerstand – am Fuße der Schattenburg. „Diese Zeit möchten wir nutzen, Stadtkultur und Kunst in all ihren Facetten zeigen“, erklärt Finzgar.

„Bereits Ende 2019 unternahmen wir erste Schritte für die Entstehung der neuen Galerie am Schlossgraben in Feldkirch.“ Mit dem Ziel das Kunstschaffen in der Region mit vereinten Kräften vorantreiben und mit Passion an geplanten Projekten, Kooperationen und Werken uneingeschränkt arbeiten, wurde das Projekt realisiert. Unter dem Motto: „Trotzen wir der Pandemie mit Zusammenhalt und Menschlichkeit“ wurde diese Woche die Galerie erstmals bespielt. 

Showroom für Tag und Nacht
Finzgar hält fest, dass es kreative Konzepte für schwierige Zeiten brauche. Wenn Fußgänger an der Galerie flanieren, sieht es durch die Projektionen so aus, als befänden sich Menschen in unterschliedlichsten Lebenslagen darin. Neben der Multimediainstallation sind elf Werke selbst, die Finzgar in den letzten drei Jahren realisiert hat, ausgestellt. „Mit hohem Aufwand, enormen Engagement und viel Einsatz gelang es uns, innert zwei Monaten die Räumlichkeiten des Schlossgrabens (Hausnummer 3) in einen modernen, zeitgenössischen, repräsentierbaren Kunstraum umzugestalten.“ 

Aufgrund der derzeit herrschenden Pandemiemaßnahmen, bzw. weiteren Verunsicherung im Jahr 2021 sei eine Programmvorstellung schwierig. Jedoch wurden sämtliche Anstrengungen unternommen, den Kunstraum attraktiv, lebendig und vor allem sehenswert zu gestalten. Die Räumlichkeit werde dauerhaft mit einer Hologramm-Multimedia-Installation bespielt. Das bedeutet; in der Mitte des Raumes werden mithilfe modernster Hightech Anlagen, Feldkicher, Vorarlberger, Menschen unter uns in verschiedensten Situationen gezeigt. Natürlich, freundlich, lebendig. Sollte es die gegebene Situation zulassen, seien Vernissagen, Ausstellungen auch in Verbindung mit Feldkirchs Großveranstaltungen wie die Potentiale, Lichtstadt o.Ä. möglich. „Es erfüllt uns mit Freude; Leerstand zu nutzen, Kunst zu präsentieren und Menschen zu erleben.“ ETU

Mehr Infos und Kontakt:
www.stefan-finzgar.at 

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