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Kunst in stetiger Bewegung

Friedemann Malsch, Schwester Waltraud Hüppi-Ströhle, Vater Karl Ströhle, Leonie Hirn, Benedikt König und Calvin Mechora.
Friedemann Malsch, Schwester Waltraud Hüppi-Ströhle, Vater Karl Ströhle, Leonie Hirn, Benedikt König und Calvin Mechora. ©Emir T. Uysal
Zum 30. Jubiläum der Galerie Sechzig werden Werke vom verstorbenen Künstler Karl-Heinz Ströhle gezeigt.
30. Jubiläum der Galerie Sechzig (2019)

FELDKIRCH Die Galerie Sechzig in Feldkirch wurde 1989 von dem inzwischen verstorbenen Rechtsanwalt, Künstler und Galeristen Gerold Hirn und seiner Frau Sabine gegründet. Bis ins Jahr 2014 fanden über 150 Ausstellungen mit internationalen, nationalen sowie regionalen zeitgenössischen Künstlern statt. Für den 30. Geburtstag der Galerie werden Werke vom 2016 verstorbenen Künstler Karl-Heinz Ströhle (12.12.1957–24.08.2016) in Kooperation mit der Karl-Heinz Ströhle Art Foundation gezeigt. „Vorarlberg hat einen sehr großen Künstler verloren“, meint Kuratorin Leonie Hirn. „Umso wichtiger ist es, dass seine Werke weiter bestehen und unter uns fortleben. Karl-Heinz Ströhle war ein guter Freund meiner Eltern.“ Bereits im Jahr 1993 und 2008 stellte Ströhle seine Werke in der Feldkircher Galerie aus.

Zur Ausstellung sprach Friedemann Malsch, Direktor des Kunstmuseums Liechtenstein. Er sagte, er wolle die Gäste für das zentrale Motiv Ströhles Kunst sensibilisieren: Die Bewegung. Dabei nahm Malsch die Postkarte als Exempel seiner Erklärung. Sie habe nämlich den klassischen Brief als schnellere Alternative zeitweilig abgelöst. Und wurden einige Jahre später – mit dem Internet – fast gänzlich in seiner Ursprungsform verdrängt.

Gegensätzliche Charakterzüge

„Wenn wir also diese Beschleunigung heute als Gegeben ansehen, dann verlieren wir ein Stück weit unsere Fähigkeit metaphorischen Sehens und Erkennens“, führt er weiter aus. Die Fähigkeit sei aber die Grundlage für Kreativität und kognitive Kompetenz. „Und hier … sind wir mitten in der Kunst von Karl-Heinz Ströhle. Ich habe Ströhle als einen initiativen, vitalen, zupackenden Menschen mit Freude an Diskussion an der Auseinandersetzung erlebt“, erklärt Malsch. In ihren Gesprächen habe es aber auch Momente des Einhalts, der Nachdenklichkeit und der Vorsichtig gegeben. Malsch habe das nicht als Widerspruch empfunden. Im Gegenteil: „Für mich waren diese auf den ersten Blick gegensätzlichen Charakterzüge wie zwei Seiten einer Medaille.“ Es zeugte von Karl-Heinz Ströhle’s menschlicher Größe, dass er beiden Seiten seinem Gegenüber transparent machte.

In den ausgestellten Werken werden Gemälde und Konstruktionen aus Federstahl gezeigt, die mit der Berührung lebendig werden – und doch immer wieder zu ihrer Ursprungsform zurückfinden. Zu der Vernissage sind neben Stadträtin Ingrid Scharf und Landesrätin Barbara Schöbi-Fink auch Vater und Schwester des verstorbenen Künstlers erschienen. Die Ausstellung unter dem Titel „Continued Existence“ ist bis 30. März 2019 geöffnet. ETU

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