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Küss die Hand EAV

Die EAV verabschiedete sich von Vorarlberg
Die EAV verabschiedete sich von Vorarlberg ©Christof Egle
Kultband verabschiedete sich vom Vorarlberger Publikum
EAV Rankweil

Rankweil. Die Erste Allgemeine Verunsicherung – kurz EAV – war vor allem in den 80er und 90er Jahren die mit Abstand erfolgreichste österreichische Band im gesamten deutschen Sprachraum. Mit Nummer wie „Ba Ba Banküberfall“, „Küss die Hand schöne Frau“, „Heiße Nächte in Palermo“, Fata Morgana“ oder dem Märchenprinz sorgten sie für absolute Klassiker, ihre Alben „Geld oder Leben“, „Liebe, Tod und Teufel“ und „Nepomuks Rache“ waren sie nicht nur in Österreich, sondern auch in Deutschland und der Schweiz teils wochenlang an der Spitze der Charts. Es regnete goldene Schallplatten und andere Auszeichnungen. War es auch in den vergangen Jahren um die Band von EAV Erfinder und kreativen Kopf der Band Thomas Spitzer (66) sowie Frontman Klaus Eberhartinger (69) etwas ruhiger geworden, gab es im vergangenen Jahr den Amadeus Music Award für ihr Lebenswerk obendrauf. Die beiden Aushängeschilder der Band hatten sich aber auch zum Ende der EAV entschlossen, nicht aber noch vorher auf eine insgesamt knapp hundert Konzerte umfassende Abschlusstournee zu gehen. Diese führte die Band im März bereits nach Bregenz und nun zum letzten Auftritt auf Vorarlberger Boden auf den Rankweiler Marktplatz.

Bereits seit Monaten war das Konzert, welches vom Rankweiler Alten Kino Team rund um Urgestein Armin Wille vorzüglich organisiert wurde, ausverkauft und die zahlreichen Fans mussten ihr Kommen nicht bereuen. Eberhartinger der zu Beginn im Sarg auf die Bühne getragen und mit selbigen am Ende wieder weg transportiert wurde sorgen so für eine Beerdigung der EAV der absoluten Extraklasse. Das Publikum war alterstechnisch so vielfältig vertreten wie die Show der oftmals als Klamauk Rocker verschrienen Band. Neben den humorvollen Klassikern war die EAV während ihres Bestehens auch stets gesellschaftskritisch engagiert. So sparten Eberhartinger, Spitzer und Co in Rankweil auch nicht mit Seitenhieben an aktuellen politischen Entwicklungen. Die Fans in Rankweil waren sich einig, der Abschied der EAV wird ein großes Loch in der österreichischen Musikwelt hinterlassen. Wenn man sich auch noch ein Umdenken erhofft für die Band bewahrheitet sich wohl der Text ihres traditionellen Abschlusssongs: „Morgen ja morgen, fang ich ein neues Leben an und wenn nicht morgen, dann übermorgen oder zumindest irgendwann…“ CEG

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