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"Krol Roger" wird Hausoper bei Festspielen

Bregenz - Die Bregenzer Festspiele haben die Hausoper für 2009 fixiert. Mit "Krol Roger" von Karol Szymanowski steht ein Meisterwerk der polnischen Musikliteratur auf dem Spielplan.

Die Oper wurde 1926 in Warschau uraufgeführt.

Szymanowski bringt in “Krol Roger” den Konflikt zwischen Ratio und Sinnlichkeit als Zusammenprall frühchristlicher Askese und spätantiker Lebensbejahung auf die Bühne. König Roger herrscht über Sizilien, doch droht ihm Ungemach durch einen geheimnisvollen Hirten, der durch das Land zieht und eine Religion der grenzenlosen Sinnlichkeit und Liebe predigt. Roger ringt um religiöse Ethik und vernünftige Gesetzgebung, aber er kann sich der verführerischen Kraft des Eros nur schwer entziehen. Gleichzeitig gefährdet die Faszinationskraft des Hirten den moralischen Halt der Gesellschaft.

Der polnische Komponist Szymanowski (1882-1937) ist ein Hauptvertreter des Klangsensualismus der Jahrhundertwende. Die in “Krol Roger” angelegte Begegnung von moderner christlicher Zivilisation und archaischer antiker Welt “spiegelt sich musikalisch in einem faszinierenden Changieren zwischen byzantinischem Kirchengesang, impressionistischem Klangkolorit, arabisch anmutender Melismatik, spätromantischem Pathos und expressivem Gesang”, zeigten die Festspiel-Verantwortlichen große Vorfreude.

Pünktlich einen Monat vor Beginn der Festspielsaison (23. Juli bis 23. August) sind am Montag auch die Festspiel-Künstler in Bregenz angekommen, am Dienstag standen die ersten Proben für das Spiel auf dem See – Puccinis “Tosca” – und die heuer im Festspielhaus gezeigte Oper “Karl V.” von Ernst Krenek auf dem Programm. Für die Abendproben muss in dieser Woche wegen der ZDF-Übertragungen der Fußball-EM von der Seebühne noch in eine Messehalle in Dornbirn ausgewichen werden.

63. Bregenzer Festspiele vom 23. Juli bis 23. August; Informationen unter Homepage

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