Kritik von Grünen und Umweltschützern

Die jüngsten Klimadaten aus 2007 haben am Montag zahlreiche Kritiker auf den Plan gerufen.

Die Grünen attestieren der Bundesregierung einen “Stillstand”, Greenpeace sieht Österreich meilenweit vom Ziel entfernt und Global 2000 glaubt nicht, dass die Kyoto-Verpflichtung erreicht werden kann. Auch die Arbeiterkammer meldete daran Zweifel an. Positiv war dagegen die Stellungnahme des ARBÖ, der darauf verwies, dass der Verkehr über eine Million Tonnen CO2 eingespart habe.

Für die Umweltsprecherin der Grünen, Christiane Brunner, ist die Klimapolitik von Rot-Schwarz “beschämend”, wie sie in einer Aussendung kritisierte. Das günstigere Ergebnis gegenüber 2006 sei vor allem auf die günstigere Witterung und die bessere Wasserführung der Flüsse zurückzuführen und nicht auf die Maßnahmen zum Klimaschutz. Damit liege Österreich weiterhin 28 Prozent über dem Kyoto-Ziel. Nach wie vor würden Strafzahlungen in Milliardenhöhe drohen, warnte Brunner.

Greenpeace sieht Österreich sogar Lichtjahre vom Kyoto-Ziel entfernt. “Weder wärmere Winter noch bevor stehende Wirtschaftskrisen, die den Energieverbrauch senken, sind geeignete Klimaschutz-Maßnahmen”, monierte Greenpeace-Sprecher Niklas Schinerl. Vielmehr seien Investitionen in die Wärmedämmung, ein Umstieg auf erneuerbare Energien und ernsthafte Vorgaben im Verkehrsbereich.

Global 2000 appellierte an Umweltminister Nikolaus Berlakovich (V), sich für echte heimische Maßnahmen zur Energieeinsparung, Steigerung der Energieeffizienz und zum Ausbau erneuerbarer Energien stark zu machen. Klimaexpertin Silva Herrmann warnte davor, dass bereits mit der Bilanz für 2008, die im kommenden Jahr vorgelegt wird, die Kyoto-Verpflichtung starte.

Bei der Arbeiterkammer fordert man neue Wege im Klimaschutz: Die Daten würden zeigen, dass mit der bisherigen Politik das Kyoto-Ziel nicht erreicht werden könne, sagte Wolfgang Lauber von der Abteilung Umwelt. Berlakovich solle nicht nur auf erneuerbare Energien setzen, sondern auch vorhandene Ressourcen effizienter nutzen.

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