Krisen in Worte gefasst

Verschiedene Autoren lasen aus ihren Beiträgen rund um das Thema Krise vor.
Verschiedene Autoren lasen aus ihren Beiträgen rund um das Thema Krise vor. ©Laurence Feider
 In der Stadtbibliothek präsentierte literatur:vorarlberg die Publikation V#36.
V#36 Stadtbibliothek

 

Dornbirn. „Das Thema Krise hat sich als Thema des 21. Jahrhunderts aufgedrängt. Wir haben es daher als Motto für unsere neue Publikation gewählt“, erzählte Christina Walker von literatur:vorarlberg, dem Verband der Autorinnen und Autoren Vorarlbergs. Bereits vor einem Jahr erging die Einladung an die Mitglieder, an Ausgabe 36 der Literaturzeitschrift V# mit Texten rund um Krisen jeglicher Art mitzuwirken. Jetzt wurde das Ergebnis in der Stadtbibliothek Dornbirn vorgestellt. „Es ist ein sehr buntes Buch geworden mit globalen aber auch ganz persönlichen Krisen. Mal sehr poetisch, mal nüchtern berichtendend – jede Textsorte war erlaubt“, so Christina Walker.

Bühne für die Literatur

Bei der Präsentation in der Stadtbibliothek wurden ein paar literarische „Häppchen“ vorgestellt – es lasen fünf von insgesamt 34 beteiligten Autoren aus ihren Beiträgen. Den Auftakt machte Jürgen-Thomas Ernst. Der Dramatiker und Schriftsteller schärfte die Perspektive für die Flüchtlingskrise mit einem Text, der Fiktion und Realität nebeneinanderstellt. In Vertretung für Erika Kronabitter las Christina Walker deren Beitrag „5 vor 12“, in dem es um die jeweiligen Krisen verschiedener Generationen ging. Der anschließende Autor Christian Futscher, den Walker bereits als bekannt für seinen skurrilen Humor und seine Wortspiele angekündigt hatte, wusste das Publikum in der Stadtbibliothek bestens zu unterhalten. Bei der Krise, die er wortreich beschrieb, ging es um eine Schreibkrise. Als nächste gab die Texterin und Schreibpädagogin Ruth Schmiedberger ihre Sicht auf persönliche Krisen preis. In ihrer Kurzgeschichte verglich sie verschiedene Lebensphasen mit Bilderrahmen – wenn man durch sie hindurchgeht, erwartet einen auf der anderen Seite ein neues Leben. Den Abschluss machte die Schriftstellerin und Regisseurin Renate Aichinger, die drei kleine Gedichte aus ihrem neuen Buch zum Besten gab. „Da sieht man, was Literatur alles kann – laut und leise, lang und knapp – es ist wirklich ein sehr reiches Buch“, schloss Christina Walker den literarischen Abend.

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