Krankenpflegeverein mit aktuellem Angebot

©Pezold
Die Mitglieder des Krankenpflegevereins versammelten sich am Montagabend im Foyer des Reichshofsaals.
Krankenpflegeverein mit aktuellem Angebot

Lustenau. Anlass der Zusammenkunft war die Jahreshauptversammlung, die dem Vorstand Gelegenheit gab, über das vergangene Vereinsjahr zu informieren. Im Foyer des Reichshofsaals hatten sich am Montagabend zahlreiche Mitglieder des KPFV eingefunden, um den Vorstand zu entlasten und sich Einblick in die aktuellen Tätigkeiten des Vereins zu verschaffen. Man schrieb im Jahr 2017 schwarze Zahlen, trotz Anschaffung dreier Fahrzeuge. Pflegedienstleiterin Karin Blank, Obmann Erich König und Klaus Bösch, verantwortlich für die Finanzen des Vereins, gaben ihre Bericht ab.

Soziale Tätigkeiten sind unverzichtbar

Insgesamt absolvieren 18 Pflegekräfte 39 Pflegestunden pro Tag. Erich König: „Wir legen Wert auf Qualität, deshalb ist eine minutiöse Einhaltung der Pflegezeiten nicht durchführbar.“ Klaus Bösch legte eine akribische Aufstellung der Finanzen vor: „Wir schreiben schwarze Zahlen, dabei sind der Sozialfonds, der Mitgliedsbeitrag, die Krankenkassen-Beiträge, Mieteinnahmen und die Beiträge von Gemeinde und Land unverzichtbar.“ Für noch mehr Mobilität hat der Verein vergangenes Jahr drei neue Autos angeschafft. Schließlich ist man sieben Tage die Woche im Einsatz für Pflegebedürftige Menschen. Dies alles zu organisieren und dabei den Überblick zu bewahren, ist erste Priorität des Vorstands, dessen Spitze seit vielen Jahren Erich König bildet: „Im nächsten Jahr will ich mein Amt als Obmann abgeben!“ Das dürfte schwierig werden, König erfreut sich großer Beliebtheit und verfügt über internes Wissen von Jahrzehnten.

Neues Angebot im Programm

Mit der Einrichtung der ambulanten gerontopsychiatrischen Pflege, hat der KPFV einen neuen Angebotszweig geöffnet. Karin Johler und Manfred Schmidt haben die Aufgabe übernommen, sich um Patienten zu kümmern, die einen speziellen Bedarf an Pflege haben. Zielgruppe sind hauptsächlich Menschen ab 60+, deren Verhalten eine Wesensveränderung andeutet. Demenz, Depression, Wahn und Sucht – Begriffe, die immer mehr in den Fokus treten. „Die Frage ist, wie man damit umgeht“, so Karin Johler. Voraussetzung ist, dass der Patient mit der gerontopsychiatrischen Betreuung einverstanden ist, auch die Angehörigen werden mit ins Boot geholt und betreut. Die Kosten für diese spezielle Art der Pflege übernimmt der Sozialfonds des Landes. Fakt ist: die ambulante gerontopsychiatrische Pflege stellt eine große Bereicherung für das Angebot des KPFV dar.

Soziales Netzwerk hat oberste Priorität

Auch Susanne Andexlinger und Kurt Fischer hatten sich der Versammlung angeschlossen und verkündeten ihre Hochachtung vor der Arbeit des Pflegepersonals und des Vorstands. „Die Arbeit des Krankenpflegevereins können wir nur als großen Schatz bezeichnen“, so Kurt Fischer. Susanne Andexlinger wies auf den „Tag der Pflegenden“ hin, der am 12. Mai stattfindet: „Eigentlich sollte jeder Tag ein Tag der Pflegenden sein!“

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