AA

Koubek und Melzer weiter

Österreich ist am Donnerstag im Achtelfinale der mit 646.250 Euro Generali open in Kitzbühel mit zwei Spielern vertreten. Neben Stefan Koubek ist auch Jürgen Melzer eine Runde weiter.

Koubek eliminierte am Mittwoch den als Nummer 12 gesetzten Belgier Christophe Rochus, der beim Stand von 6:4,4:6,4:5 beim zweiten Matchball für den Österreicher aufgeben musste.

Der Kärntner trifft nun auf den chilenischen Titelverteidiger Nicolas Massu, der zuvor Daniel Köllerer mit 7:6,7:5 ausgeschaltet hatte. Aus dem Rennen ist auch Oliver Marach nach einer 3:6,4:6-Niederlage gegen Fernando Gonzalez (CHI-4). Eine gute Aufstiegschance hatte auch noch Jürgen Melzer, der in der Abend-Session den Qualifikanten Dusan Vemic (SCG) zum Gegner hatte.

„Das ist ganz unerwartet, dass da so ein Krampf einfahren kann. Aber an so ein Ende hätte ich nicht gedacht. Allerdings hätte ich gerne auch noch den letzten Punkt gemacht“, meinte Koubek zu dem unerwarteten Ende. Bei 5:4,40:30 hatte Österreichs Nummer zwei den zweiten Matchball, als der vorher schon zweimal an beiden Beinen behandelte Belgier bei seinem Aufschlag zusammenzuckte und kaum mehr gehen konnte. Er humpelte mit schmerzverzerrtem Gesicht zum Netz und gab nach kurzem Zuwarten auf.

Koubek („Ich habe gewusst, dass er müde sein muss“) hatte selbst konditionell keinerlei Probleme und entschied damit auch das dritte Duell mit dem Belgier für sich. „Ich habe nicht so gut serviert und gespielt wie am Vortag, doch ich habe gewusst, dass ich gewinnen sollte und habe mich richtig reingefightet“, berichtet der ÖTV-Daviscuppper, der laut eigenen Angaben beim Daviscup auch schon Olivier Rochus – den Bruder von Christophe – „mit Krämpfen „weggemacht“ hatte. Christophe konnte übrigens im Umkleideraum schon wieder halbwegs normal gehen.

Am Donnerstag geht es gegen den angeschlagenen Massu, der durch Leistenprobleme gehandicapt ist und bereits mit Köllerer große Mühe hatte. „Auch Massu ist schlagbar“, behauptete der Österreicher, der allerdings nur zu gut weiß, dass man diesen Mann „nie unterschätzen“ darf. „Man hat ja bei Olympia gesehen, dass er bis zum letzten Ball fightet und man ihn nie abschreiben darf.“

Auch Melzer weiter

Österreich ist am Donnerstag im Achtelfinale der mit 646.250 Euro Generali open in Kitzbühel noch mit zwei Spielern vertreten. Nach Stefan Koubek schaffte auch Jürgen Melzer am späten Mittwochabend den Sprung unter die letzten 16. Der als Nummer neun gesetzte Niederösterreicher, der in der ersten Runde ein Freilos hatte, besiegte den Qualifikanten Dusan Vemic aus Serbien-Montenegro 6:2,3:6,6:3 und trifft nun auf den Spanier Fernando Verdasco.

1:41 Stunden benötigte Melzer zum Sieg über den Außenseiter. Mit diesem Erfolg beendete der Deutsch Wagramer den „Kitzbühel-Fluch“, denn zuvor hatte er vier Mal sein Auftaktmatch in Tirol verloren.

Köllerer und Marach out

Köllerer, im Entry-Ranking auf Rang 215 weit schlechter platziert als Massu (36), hatte nach seinem Sieg über den Tschechen Michal Tabara mit einer weiteren Überraschung spekuliert und viel hat auch nicht gefehlt. „Ich hatte genug Chancen, habe aber zu viele unerzwungene Fehler gemacht. Ohne sie wäre ich wieder für eine Überraschung gut gewesen und hätte bei mehr Konzentration locker gewinnen können, deshalb bin ich mega-enttäuscht“, resümierte der 21-jährige Welser.

Gonzalez, der durch seinen jüngsten Sieg in Amersfoort in der Weltrangliste auf Rang 17 vorgerückt ist, war gegen Marach (Nr. 162) nie in Gefahr und machte nach 1:09 Stunden den erwarteten Aufstieg perfekt. „Ich habe bis zum letzten Punkt alles gegeben, aber es hat nicht gereicht. Außerdem hat er in den wichtigen Phasen Super-Punkte gespielt“, bilanzierte der 25-jährige Steirer, der mit der schnellen Vorhand seines Gegner und dessen variabler Spielweise von Beginn an Probleme hatte und dadurch nie seinen Rhythmus fand.

Nach Daniel Köllerer ist auch der zweite österreichische Tennis-Profi, der am Mittwoch bei den Generali open in Kitzbühel im Einsatz war, ausgeschieden. Oliver Marach verlor in der zweiten Runde gegen den als Nummer vier gesetzten Chilenen Fernando Gonzalez in 1:09 Stunden erwartungsgemäß mit 3:6,4:6. Gonzalez trifft nun im Achtelfinale auf Nicolas Lapentti aus Ecuador.

Im Anschluss kämpften Stefan Koubek (gegen den Belgier Christophe Rochus) und in der Night Session Jürgen Melzer (gegen Dusan Vemic aus Serbien-Montenegro) um den Aufstieg ins Achtelfinale.

Aus dem Rennen ist neben etlichen anderen Gesetzten auch schon Turnierfavorit Nikolaj Dawidenko. Der russische French Open-Halbfinalist, der heuer in St. Pölten durch einen Finalsieg über Jürgen Melzer seinen fünften ATP-Titel geholt hatte, unterlag dem Argentinier Mariano Zabaleta 4:6,6:7, war aber durch seine jüngsten Magenprobleme von Stuttgart (Aufgabe im Halbfinale) noch geschwächt und konnte nicht seine volle Leistung bringen.

home button iconCreated with Sketch. zurück zur Startseite
  • VOL.AT
  • Sport VOL.AT
  • Koubek und Melzer weiter
  • Kommentare
    Kommentare
    Grund der Meldung
    • Werbung
    • Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
    • Persönliche Daten veröffentlicht
    Noch 1000 Zeichen