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Kostentreiber: Kunden und Bauträger

©WANN & WO
Null-Fehler-Toleranz bei Kunden sowie immer mehr hochwertige ­Ausstattungsmerkmale führen zu hohen Kosten im Wohnbau. ­Mögliche Lösungs­ansätze: Gezielte Kunden­befragungen sowie ­Projekte mit ­reduzierterer ­Ausstattung.

„Aufgrund der stetig steigenden Immobilienpreise haben die Kunden das Gefühl, für den Preis immer mehr fordern zu müssen“, nimmt RIVA home-Immobilienexperte Pascal Kohlhaupt die Konsumenten im Gespräch mit WANN & WO nicht aus der Verantwortung. Doch nicht nur die Konsumenten nimmt Kohlhaupt in die Pflicht, sondern auch die Bauträger im Land. „Auf der anderen Seite übertreffen sich Bauträger gegenseitig mit Ausstattungsmerkmalen sowie Zusatzleistungen und das eigentliche Grundbedürfnis ,Wohnen‘ gerät dabei immer weiter in den Hintergrund. Eine Immobilie, die gleichzeitig auch alle Bedürfnisse und Wünsche unterschiedlichster Zielgruppen bedienen kann, kostet schlichtweg viel Geld.“ Beide Aspekte wirken leistbarem Wohnen entgegen. Als mögliche Wege aus der Situation spricht sich Kohlhaupt für Kundenbefragungen und zielgruppernorientierte Angebote sowie angepasste Ausführungsvarianten in Bauprojekten aus.

„Lage ausschlaggebend“

Reinhard Götze von RE/MAX Immowest entgegnet, dass gerade junge Menschen mit kleinem Budget ohnehin auf gewisse Annehmlichkeiten wie etwa einen Lift verzichten – sofern es sich im Preis niederschlägt. Auch betont er, dass die Ausstattungsmerkmale gar nicht so unterschiedlich ausfallen würden. Für den Immobilienprofi steht aber vor allem ein Faktor im Mittelpunkt: „Wichtig ist Lage, Lage und nochmals Lage. Besonders gefragt sind deshalb kleine Anlagen mit einer sehr guten Infrastruktur.“

Interview mit Johannes Wilhelm (GF Wilhelm + Mayer)

Wie sehen Sie Lösungsansätze wie zielgruppenorientierte Planung (bspw. Gebäude ohne Lift, für Immobilien, in denen junge Menschen leben oder Verzicht auf Spielplätze für Projekte, in denen ältere Menschen wohnen) zur Kostenreduktion?

Heute auf einen Lift zu verzichten bedeutet auch den langfristigen Wert einer Immobilie zu mindern. Ein späterer Lifteinbau ist kaum machbar oder sehr kostenintensiv. Spielplätze sehen wir als öffentlichen Raum, der von der Kostenseite nicht so sehr ins Gewicht fällt und von den Hausgemeinschaften über die Zeit nach bestem Allgemeinnutzen verwendet wird – also immer eine wertvolle Fläche. Zielgruppenorientierte Planung ist für uns etwas, das die gemeinnützigen Bauträger besser lösen können. Unsere Immobilien sind auf eine breite Benutzung ausgelegt. Nur über die Lage können sie für die eine oder andere Zielgruppe interessanter sein.

Viele Wohnbauprojekte sehen sich sehr ähnlich. Bauträger reagieren darauf mit immer mehr und exquisiteren Ausstattungsmerkmalen. Könnte eine reduziertere Ausstattung zu leistbarem Wohnen beitragen?

Eine durchschnittliche, funktionell schwache Architektur ist selbst mit einer Luxusausstattung nicht aufhebbar. Gute Architektur zeichnet sich durch beste Funktion und Größenabstimmung aus. Sie bietet den Rahmen für vielseitige, individuelle Ausstattung auch noch nach Jahren. Auch das ist Nachhaltigkeit. Die Leistbarkeit von Wohnen hängt meistens von anderen Faktoren ab. Exorbitante Grundstückspreise, hohe Steuerbelastung und natürlich eine gängige Bauart auf hohem Niveau und langer Lebensdauer ist nicht geeignet, kurzfristig finanziert zu werden.

Lösungsansätze

„Konsument“

Problemstellung:
Kunden sind es gewohnt, ihre Immobilie bei Einzug „überfertig“ zu erhalten und neigen zu einer „Null-Fehler-Toleranz“.

Eine mögliche Lösung:
Kundenbefragungen, was wollen diese wirklich und was ist wirklich nötig ist. Zielgruppenorientiertere Planung.

„Bauträger“

Problemstellung:
Um Interessenten von ihrem Produkt zu überzeugen, haben Bauträger in den vergangenen Jahren immer mehr Ausstattungsmerkmale in ihr Produkt gepackt.

Eine mögliche Lösung:
Ausgewählte Wohnprojekte auch mit reduzierter Ausstattung oder gar Ausbau-Stufen anbieten.

Die gesamte Ausgabe der WANN & WO lesen Sie hier.

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