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Kormorane vor Abschluss nicht gefeit

Hard – Der Kormoran ist der Vogel des Jahres 2010. Nach den Protesten vieler Fischer und Angler im deutschen Radolfzell gegen die Abschussverbote für Kormorane am vergangenen Montag, erkundigte sich VOL Live beim Naturschutzverein Rheindelta sowie beim Fischereiverein Hard wie es mit Bestand und Regelungen in Vorarlberg aussieht.
Fischern ein Dorn im Auge?
Bestand und Regelungen

Protest gegen Abschussverbot

In Radolfzell demonstrierten etwa 400 bis 500 Leute gegen das Abschussverbot für Kormorane. In Vorarlberg gab es im Jahre 2009 den Bescheid der Bezirkshauptmannschaften den Sommerbestand der Vögel auf 300 bis 350 Kormorane zu regulieren. Mag. Walter Niederer – Gebietsbetreuer des Naturschutzvereins Rheindelta – erklärt im VOL Live-Interview, dass die Ziele in punkto Gesamtbestand mit verschiedenen Maßnahmen erreicht wurden, bei dem Brutbestand seien noch Nachbesserungen möglich. „Die Abschussverordnung wurde von der BH Bregenz verlängert, das bedeutet, dass in Vorarlberg die Vögel weiterhin zu bestimmten Zeiten abgeschossen werden dürfen“, so Niederer.

Feind der Fischer?

Vielen Fischern ist der Vogel ein Dorn im Auge, da diese den Rückgang gewisser Fischarten dem Kormoran zuschreiben. Hafenmeister Burkhard Wiedenbauer kann den Protest in Deutschland nachvollziehen: „Es ist ein komplexes Thema, einzelne Fischarten sind sehr stark gefährdet, wie beispielsweise die Äsche oder die Schleie, und der Kormoran trägt dazu sicher einiges bei“. Nach Meinung des Hafenmeisters muss der Mensch regulierend eingreifen, da der Kormoranbestand für See sowie Flüsse und Bäche überhöht sei. Doch auch Wiedenbauer gibt nicht allein dem Vogel die Schuld am Rückgang mancher Fischarten: „Der See ist sauberer geworden und es besteht auch eine gewisse Überfischung, beides beeinflusst die Fischbestände“, so Wiedenbauer.

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