Kopfüber in eine sportlich erfolgreiche Zukunft

Julius Forer zeigte vergangene Woche sein Talent beim Weltcup Debüt am Stubaier Gletscher.
Julius Forer zeigte vergangene Woche sein Talent beim Weltcup Debüt am Stubaier Gletscher. ©SC Mühlebach
Neue Wasserschanze bietet optimale Trainingsbedingungen für das Freestyle-Talent Julius Forer.
Kopfüber in eine sportlich erfolgreiche Zukunft

Dornbirn/Hohenems. Die zwei Wasserschanzen in den Hohenemser Rheinauen wurden diesen Sommer nach unzähligen freiwilligen Arbeitsstunden fertiggestellt und ab kommendem Frühjahr kann dort nun endlich trainiert werden. Besonders Freestyler Julius Forer dürfte das besonders freuen. „Die Arbeit der letzten Jahre mit unserem Talent Julius trägt nun die ersten Früchte und die neuen Schanzen bieten nun weitere ideale Trainingsbedingungen für die Zukunft“, so Freestyle-Referent Hans Krojer vom SC Mühlebach.

Großes Talent aus Dornbirn

Der Dornbirner Julius Forer hat in der vergangenen Woche am Stubaier Gletscher als zweitbester Österreicher sein erfolgreiches Weltcup-Debüt im Freeski/Slopestyle gegeben und dabei mit einem 10. Platz in seinem Heat die Qualifikation fürs Finale der besten acht jeden Heats nur um ein paar Punkte verpasst. Vertreten war die gesamte Elite des Freeski-Sports mit Olympia- und WM-Siegern als auch X-Games-Teilnehmern. Insgesamt waren über 50 Athleten aus 15 Nationen am Start.

Julius Forer hat vor zwei Jahren am Sportgymnasium Dornbirn maturiert und anschließend seinen Präsenzdienst als Heeressportler beim Österreichischen Bundesheer absolviert. Seit dem Ende des Präsenzdienstes konzentriert er sich zu voll auf seinen Sport und trainiert derzeit als Europacup-Starter im B-Kader des ÖSV. Er bestreitet die Disziplinen Slopestyle und Big Air. Beim Slopestyle ist ein Kurs zu absolvieren, der aus mehreren Obstacles (Kicker und Rails) besteht, die es zu bewältigen gilt. „Bewertet werden die Schwierigkeit des Runs, die Kreativität, der Flow und die Sauberkeit der Ausführung. Beim Big Air handelt es sich um einen großen Kicker (daher der Begriff Big Air), bei dem mit einem Sprung mehrere Rotationen um die eigene Körperachse als auch über Kopf präsentiert werden“, erklärt Forer.

Premiere für Vorarlberg

Dadurch, dass der Weltcup-Auftakt der Freeskier am Stubaier Gletscher und damit in Österreich stattfand, hat der Österreichische Skiverband zusätzliche Startplätze bekommen, was es Julius Forer ermöglichte, als erster und einziger Vorarlberger bei einem Weltcup-Bewerb in dieser Sparte an den Start zu gehen und sein Debüt zu feiern.

Große Träume

Sein nächstes Ziel ist es, mit guten Europacup-Platzierungen einen fixen Startplatz für den Weltcup zu bekommen und dann an der Weltspitze mitzufahren. „Natürlich wäre eine Nominierung im Olympiateam für 2022 in Peking ein absoluter Traum, doch das scheint noch etwas zu früh zu kommen“, so der Dornbirner. Eine Teilnahme bei den Olympischen Winterspielen 2026 in Mailand/Cortina d‘Ampezzo ist aber sein erklärtes Ziel. Die nächsten EC-Bewerbe für das junge Nachwuchstalent finden Anfang Jänner bis Ende März in Frankreich, der Schweiz, Deutschland, Italien und Polen statt – sofern Corona die Bewerbe zulässt.

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