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Konzept wird am Montag erstmals präsentiert

Partenen - Das heiß diskutierte Projekt einer Freiluft-Arena auf der Bielerhöhe soll am kommenden Montag bei einem Informationsabend in Partenen erstmals öffentlich vorgestellt werden.

Eingeladen wird vom Stand Montafon und vom Komponisten Herbert Willi. „Es ist mir ein Anliegen, der Bevölkerung zu sagen, worum es mir geht“, so Willi, „das habe ich so auch immer vorgehabt. Jeder, den es interessiert, ist herzlich eingeladen.“

Im Gespräch mit der APA erläutert Willi die Vorgeschichte der geplanten Silvretta-Arena auf rund 2.000 Meter Seehöhe: „Seit vielen Jahren kommt man im Montafon auf mich zu und fragt mich, ob man nicht mit mir ein Projekt realisieren könne. Ich habe immer abgelehnt, da für mich ein Festival unbedingt sowohl einzigartig als auch nachhaltig sein muss. Mit meinem ’Zyklus Montafon’, dessen viertes Konzert ich bald fertig stellen werde, konnte ich schließlich erstmals über ein mögliches Festival nachdenken.“ Das Horn-Konzert, das im Frühjahr 2008 im Wiener Musikverein uraufgeführt werden soll, wird den vierteiligen „Zyklus Montafon“ Willis komplettieren und ist auch als Kern des in der ersten Augustwoche 2008 geplanten „Festival Zyklus Montafon“ in der Silvretta-Arena gedacht.

„Ich bin im Montafon geboren, habe diesen Zyklus hier geschrieben und diese Musik zuvor hier gehört“, so der Komponist, der seine Inspiration auf langen Wanderungen in der Bergwelt sucht, „der Gedanke war also, diese Musik an einen der Orte zurückzubringen, wo ich sie gehört habe. Ich lade die Zuhörer dazu ein, mit mir diese Reise in die Stille noch einmal zu machen – aber natürlich nicht an einem der vielen, wunderbaren Orte, die ich nie nennen würde, weil sie wirklich unberührt sind, sondern an einen Ort, der wie auf der Bielerhöhe schon hundertprozentig erschlossen ist. Dort gibt es bereits eine Staumauer, ein Hotel und Parkplätze: Das ist ein Gebiet, von dem niemand sagen kann, dass es unberührt ist. Dort zerstören wir nichts.“

Willis „Reise in die Stille“ soll nicht mit Privat-PKW, sondern mit Shuttle-Bus angetreten werden. „Häufig sitzen die Konzertbesucher noch unmittelbar vorher im Stau und sind dann im Konzertsaal nur körperlich anwesend. Bei uns werden sie am Vormittag in die Berge gebracht, können dort wandern und die Stille der Bergwelt erleben und gehen anschließend um 1/2 vier Uhr nachmittags ins Konzert, wo sie dieses Erlebnis in der Musik nachvollziehen können“, schildert Willi, der betont, wie wichtig ihm die Suche nach neuen Vermittlungsformen auch für die Jugend sei.

In Japan und Korea sei das Interesse an dem Projekt äußerst groß, sagt der Komponist, der soeben zwei Wochen auf Einladung des von Leonard Bernstein gegründeten Pacific Music Festivals in Sapporo verbracht hat. Neben der Aufführung seines Trompeten- und des Klarinettenkonzertes (die beide zum Zyklus Montafon gehören) sei auch ein Abend mit Kammermusik unter dem Titel „The World of Herbert Willi“ ein großer Erfolg gewesen. In Sapporo war Herbert Willi nicht nur „Composer in Residence“, sondern auch Mitglied einer internationalen Jury. „Das Niveau dort ist sensationell.“

Landeshauptmann Herbert Sausgruber (V) betonte am Dienstag nach der Regierungssitzung, dass die Realisierung des Projekts noch offen sei. Derzeit seien die Bewilligungsverfahren am Laufen, Anfang September werde sich der Raumplanungsbeirat mit der Causa befassen. „Wenn es dazu kommt“, werde das Land aber finanzielle Mittel beitragen. Konkret geht es bei geschätzten Baukosten von 4,35 Mio. Euro um etwa eine Million.

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