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Konflikte zwischen Anrainer und Bewohner am Sonderberg in Götzis

©VOL.AT/Rauch
Götzis - Anrainer der Götzner Siedlung der Alpenländischen Heimstätte sprechen von unhaltbaren Zuständen. Die Betreiber und die Gemeinde sehen dies differenzierter.
Siedlung Sonderberg Götzis

Laut mehreren Anrainern habe sich die Situation rund um die Siedlung Sonderberg in den vergangenen Jahren verschlechtert. Die Anlage aus den 1990ern sei in die Jahre gekommen, die Zusammensetzung der Mieter habe sich in den vergangenen Jahren stark verändert und damit auch die Probleme durch Müll und Lärm zugenommen.

Lärm und Unrat

Vor allem durch Kinder und Jugendliche habe der Lärm unerträgliche Ausmaße angenommen. Sowohl die angrenzende Wiese als auch Hauseinfahrten der Anrainer wären Spielplatz und Aufenthaltsbereich der Jugendlichen in einem. Wie Videos zeigen, seien auch mitten in der Nacht spielende Kinder und Jugendliche lautstark bemerkbar. Hinzu komme liegengelassener Unrat und Müll, sowohl innerhalb als auch außerhalb der Siedlung.

Andere Anrainer sehen die Situation entspannter, es seien nur spielende Kinder. Diese sehen hier einen Konflikt zwischen den Beschwerdeführern und den Heranwachsenden, der sich immer weiter hochschaukle, da sich die Jugendlichen die ständige Kritik nicht gefallen lassen würden.

Bauweise benachteilige Anrainer

Doch auch die Bauweise sei schuld an der unterschiedlichen Wahrnehmung der Problematik: Der Spiel- wie auch der Fußballplatz liegen am Rande der Siedlung. Diese werde durch die Bauweise der Gebäude von der Geräuschentwicklung größtenteils abgeschirmt, mehrere Anrainer nicht. Beim Lokalaugenschein vergangene Woche präsentierte sich die Anlage sauber und ruhig.

Alpenländische verweist auf Sauberkeit

Für die Sauberkeit sorge laut Alpenländische eine Fachfirma, laut Anrainer sei diese auch täglich in der Siedlung. “So waren auch bei der heutigen Besichtigung der Wohnanlage durch unsere Technische Objektverwaltung die Außenanlagen sehr ordentlich gehalten und es waren auch weder Kinder noch Jugendliche in den Außenanlagen anzutreffen”, betont Wilhelm Muzyczyn, Geschäftsführer der Alpenländischen Heimstätte Vorarlberg.

Gemeinde will Sozialarbeit ausbauen

Für Probleme abseits des Zustandes der Wohnanlage fühlt man sich nicht verantwortlich. Einerseits sei die Gemeinde für die Vergabe der Wohnungen verantwortlich, andererseits habe man keine Kompetenzen im Sicherheitsbereich. Die Gemeinde selbst hat bereits in einem Brief an alle Bewohner der Anlage mehr gegenseitige Rücksichtsnahme erbeten. Nun solle das Projekt “Siedlungsarbeit” aus den Anfangstagen der Siedlung wieder aufgenommen werden, Jugendarbeiter seien bereits verstärkt vor Ort.

Auch Jugend brauche Freiraum

Für Bürgermeister Christian Loacker stellt sich die Situation nicht einfach dar. Er nehme die Beschwerden ernst, es sei durchaus vorstellbar dass die baulichen Gegebenheiten nicht allen zum Vorteil gereichen. Gleichzeitig brauche es eine Lösung für die Jugendlichen. Man sei stolz, eine familienfreundliche Gemeinde zu sein, gleichzeitig brauchen Kinder und Jugendliche Entfaltungsmöglichkeiten und Freiräume, was zu solchen und vergleichbaren Konflikten führen könne. Hinzu komme die notwendige verdichtete Bauweise, die Rückzugsräume immer mehr zurückdränge.

Auf einzelne Beschwerden wurde auch reagiert: So bekam der Fußballplatz einen Rasenbelag statt dem früheren Aschebelag, um die Staub- und Lärmbelästigung der Nachbarn zu verringern. Finanziert wurde dies von der Alpenländischen und der Gemeinde gemeinsam. Loacker weiß, dass man keine schnellen Lösungen erreichen wird, die alle Beteiligten zufrieden stellen. Er hofft jedoch, bis zum Sommer erste Ergebnisse vorzeigen zu können, bevor die Sommerferien beginnen. Er bittet jedoch alle Beteiligten um Rücksicht und Verständnis für die Situation der jeweils anderen.

(Red.)

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