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Koblach beschloss Straßen- und Wegekonzept

In Koblach wird nun das neue Straßen- und Wegekonzept umgesetzt
In Koblach wird nun das neue Straßen- und Wegekonzept umgesetzt ©Michael Mäser
Nach Jahren der Ausarbeitung hat kürzlich die Beschlussfassung zum Straßen- und Wegekonzept durch die Koblacher Gemeindevertretung stattgefunden.

Koblach. Nachdem die Gemeinde Koblach bereits vor über drei Jahren die Bevölkerung zu einem ersten Workshop über die Problematik des zunehmenden Verkehrs lud, konnte der Prozess nun mit einer digitalen Bürgerbeteiligung abgeschlossen werden und die Gemeindevertretung von Koblach hat bei ihrer letzten Sitzung das neue Straßen- und Wegekonzept beschlossen. 

Tempo 30 auf Gemeindestraßen 

Mit der Beschlussfassung des neuen Straßen- und Wegekonzeptes hat die Gemeindevertretung einen ersten Schritt gesetzt – die Umsetzung der einzelnen Punkte aus dem Konzept erfolgt nun schrittweise. Der Fokus liegt dabei vorerst auf der Verordnung von Tempo 30 auf Gemeindestraßen. Hier bestehen in Koblach vor allem aufgrund der Tatsache, dass im Gemeindestraßennetz teilweise überfahrbare Gehsteige bzw. auch gar keine Fuß-oder Radverkehrsanlagen vorhanden sind, verkehrssicherheitsrelevante Defizite für Fuß- und Radverkehr im Mischverkehr. Weiters weisen bestehende Fuß- und Radverkehrsanlagen sowohl bei Gemeindestraßen als auch bei Landesstraßen oftmals nicht die empfohlenen Mindestbreiten gemäß den geltenden Richtlinien und Normen auf, wodurch eine eingeschränkte Attraktivität für Fuß- und Radverkehr gegeben ist. Aus diesen Gründen soll vor allem zur Erhöhung der Verkehrssicherheit und Verbesserung der Wohn- und Aufenthaltsqualität im gesamten Gemeindestraßennetz die Geschwindigkeit auf 30 km/h herabgesetzt werden. Auf den Landesstraßen im Dorfzentrum (Bereich zwischen Feuerwehr, Mittelschule und Kohlplatz) wird eine Herabsetzung der Geschwindigkeit auf 40 km/h angestrebt und langfristig im Kontext der ortsräumlichen Entwicklung die Umsetzung einer Begegnungszone forciert. 

Unechte Einbahn in der Dürne

In weiterer Folge wird im Rahmen des neuen Straßen- und Wegekonzeptes auch die Einbahnregelung in der Dürne in Angriff genommen. An dieser, vor allem vom Durchzugsverkehr stark betroffenen Stelle, besteht das Ziel, das Wohngebiet vom Durchgangsverkehr zu entlasten, damit eine verträgliche Verkehrsabwicklung entsprechend dem Ausbauquerschnitt der Straße hergestellt werden kann. Da ein dauerhaftes Fahrverbot oder eine Totalsperre der Straße zu massiven Einschränkungen für die gesamte Koblacher Bevölkerung führen würde, sieht das Konzept mittels einer „unechten Einbahn“ die zeitliche Beschränkung jeweils der Verkehrsspitzen am Morgen in Fahrtrichtung Meiningen/Schweiz und am Abend in Fahrtrichtung A14/Vorderland vor und der motorisierte Verkehr soll somit auf das dafür vorgesehene Hauptverkehrsstraßennetz (Landesstraßen und Autobahn) zurück verlagert werden.

Entschleunigung für motorisierten Verkehr

Ein weiterer wesentlicher Punkt des neuen Straßenkonzeptes der Gemeinde Koblach sind vor allem im Bereich der Landesstraßen bauliche Maßnahmen zur Reduktion der Geschwindigkeit bei den Ortseingängen. Dabei soll der motorisierte Verkehr in diesem Bereich vor allem in Form von Torsituationen, wie Mittelinseln, Verschwenkungen, Einengungen oder auch im Form eines Kreisverkehres wie an der Kreuzung L59/L62 geplant, entschleunigt werden. Weiters sind im Straßen- und Wegekonzept wichtige Stellen ausgewiesen, an denen Querungen für Fuß- und Radverkehr hergestellt bzw. das Queren optimiert werden soll. In diesem Zusammenhang bestehen auch bereits schon konkrete Planungen zu einzelnen Torsituationen und Querungen und sollen umgesetzt werden. 

Attraktivierung des Radroutennetzes 

Nachdem derzeit auch die Überarbeitung des Radroutenkonzeptes in der Region amKumma läuft, forciert die Gemeinde Koblach im Straßen- und Wegekonzept auch den Ausbau der bestehenden Radwege und Radrouten sowie die Schaffung neuer Radrouten. Dabei sind neben dem Ausbau und der Attraktivierung des Radroutennetzes im Siedlungsgebiet von Koblach auch diverse, kleinteilige Fuß- und Radwegverbindungen für die Bereitstellung kurzer und direkter Wege angedacht. Diese Wege sollen als Leitfaden bzw. Vision für die zukünftige Durchwegung dienen und sukzessive im Rahmen der Siedlungsentwicklung sowie in Abhängigkeit der Grundverfügbarkeit bzw. nur mit Zustimmung der Eigentümer umgesetzt werden. MIMA 

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