Knowle als große "Doppelnummer"

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Im fortgeschrittenen Tennis-Alter von 33 Jahren geht Julian Knowle neue Wege. Nach seinem US-Open-Triumph im Doppel "gönnt" sich der Vorarlberger erstmals einen Manager.  

Mit Herwig Straka und Edwin Weindorfer von der Agentur e/motion sind es im Grunde sogar deren zwei. Das Steirer Duo hat sich in den eineinhalb Wochen der Kooperation bereits ein gewisses Konzept zurecht gelegt, wie Knowle zu vermarkten sein könnte. Die Zusammenarbeit kam recht unkompliziert zustande. “Wir waren immer schon in Kontakt”, erzählte Knowle, und Straka ergänzt: “Bei den US Open haben wir zunächst noch allgemeine Gespräche geführt. Nach dem Finale hat er mir dann eine SMS geschickt, ob ich ihn künftig nicht vermarkten wolle.” Straka sieht durchaus Möglichkeiten, nahm Knowle daher als insgesamt 17. Sportler unter Vertrag.

Der Weltranglisten-10. im Doppel ist damit nun sozusagen Partner u.a. von Thomas Vanek, Thomas Muster und Markus Schopp. Sein Management ist aber naturgemäß ganz anders aufzuziehen als beim genannten Trio. “Natürlich ist ein Doppelspieler nicht so leicht wie ein Einzelspieler zu vermarkten”, erklärte Straka. “Aber Julian hat sicher das Potenzial, im Doppel unter die Top Drei oder ganz nach oben zu kommen.”

Ein Indiz dafür sieht der Werbe-Profi in Knowles Karriere-Verlauf. “Er hatte sechs verschiedene Partner und mit allen seine Erfolge. Es muss also auch an ihm liegen.” Die aktuelle Partnerschaft mit Simon Aspelin hält Straka nicht nur aus sportlicher Sicht für äußerst befruchtend. So wie die in der Weltrangliste führenden Mike und Bob Bryan als Zwillinge eine Marke vorgeben, könnten es auch der dunkelhaarige Knowle und der hellhaarige Schwede Aspelin sein.

Straka rechnet mit einer Karriere-Fortsetzung Knowles noch über die nächsten vier, fünf Jahre, will dabei noch einiges herausholen. “Wichtig wird sein, dass Julian und Simon zusammenbleiben, auch wenn ein österreichischer Partner für die Vermarktung in der Heimat gut wäre.” Doch auch so sieht e/motion in Österreich Anknüpfungspunkte. Straka: “Ich denke da eher Wien-lastig, aber sicher bietet sich auch im Westen etwa mit Head etwas an.”

Knowle freilich hofft für die nächste Zeit auf einen Aufschwung des Tennis-Doppels in Österreich. “Ich habe für das Doppel in Österreich viel gemacht”, sagte der Davis-Cupper. Schon nach seinem Wimbledon-Finale 2004 hätten sich andere ÖTV-Profis mehr für das Doppel interessiert – laut Knowle zurecht. “Ich empfehle allen Jungen, Doppel zu spielen. Das ist nicht nur ein Trostbewerb, wenn man im Einzel ausgeschieden ist.”

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