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Kloster Mehrerau: Wichtige Stütze des Zisterzienserordens

Geschichte der Abtei reicht weit zurück
Geschichte der Abtei reicht weit zurück ©VOL.AT/Steurer
Bregenz - Die Geschichte des Bregenzer Klosters Mehrerau als Zisterzienserabtei reicht ins Jahr 1854 zurück.
Nach Großbrand: Große Betroffenheit im Kloster Mehrerau

Damals erweckten Abt Leopold Hoechle aus Wettingen im Schweizer Kanton Aargau mit sieben Patres und drei Brüdern das ehemalige Benediktinerstift zu neuem Leben, indem sie auf dem Gelände am Bodenseeufer mit kaiserlicher Bewilligung eine Schule – das heutige Collegium S. Bernardi – gründeten und die Jahre zuvor geschleifte Kirche wieder aufbauten.

Das Kloster Mehrerau gilt seit vielen Jahren als wichtige Stütze des Zisterzienserordens. Mehrere ehemalige und später aufgelöste Klöster wurden von Mönchen aus Mehrerau neu besiedelt, unter anderem auch das bekannte Kloster Birnau am deutschen Bodenseeufer. Zur Mehrerauer Kongregation gehören sieben Männer- und 13 Frauenabteien in Österreich, der Schweiz, Deutschland, Italien, Slowenien und den USA. Die Abtei ist nicht dem Diözesanbischof von Feldkirch unterstellt, sondern unmittelbar dem Heiligen Stuhl. Der Abt ist auch Mitglied der Österreichischen Bischofskonferenz.

Das Aufgabengebiet der Mehrerauer Mönche ist vielfältig. Neben der Seelsorge gilt es, das das nach wie vor bestehende Collegium S. Bernardi – Internat und Privatgymnasium – zu führen. Dieses ist in den vergangenen Jahren wegen Missbrauchsvorwürfen in die Schlagzeilen geraten. Bereits seit 1923 wird das Sanatorium “Maria, Heil der Kranken” betrieben, dessen Träger heute noch das Zisterzienser-Kloster ist. Das Sanatorium ist Nachsorge-Station und wird für kleinere Operationen genützt. Finanziell abgesichert wird es durch das Land und die Gemeinden. Daneben kümmern sich die Mönche um klösterliche Betriebe wie den Klosterkeller, eine Energiezentrale und eine Tischlerei – die in der Nacht auf Freitag zum Raub der Flammen wurde.

Zu den Schätzen der Abtei Mehrerau zählt u.a. die Originalpartitur der Schweizer Nationalhymne (“Schweizerpsalm”). Der Komponist des Schweizerpsalms war Pater Alberich Zwyssig, der 1854 als Kantor des damals neuen Zisterzienserkonvents nach Bregenz kam, wo er allerdings bald darauf verstarb. Eine Gedenktafel erinnert an ihn.

Der Ursprung der Abtei geht auf Graf Ulrich X. von Bregenz zurück, der einen päpstlichen Schutzbrief für ein neu zu gründendes Benediktinerkloster erhielt, das nach dem Vorbild der Hirsauer Reformbewegung in Andelsbuch im Bregenzerwald errichtet wurde. 1090 erfolgte der Ortswechsel an den Bodensee, wo 1097 der Bischof von Konstanz die neue Klosterkirche weihte. Die Mehrerau erhielt von ihren Stiftern umfangreichen Grundbesitz im Bregenzerwald, den Bereich des heutigen Bregenzer Stadtteils Vorkloster sowie Güter im Allgäu und Illergau in Deutschland.

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