AA

Klimawandel macht schwedischen "Fjällen" den Garaus

In der mittelschwedischen Region Sälen ist in den vergangenen 20 Jahren die Waldgrenze so weit hinaufgeklettert, dass dort die allgemein als „Fjäll“ (Plural: Fjällen) bezeichneten kahlen Bergrücken bereits verschwunden sind.

Deshalb befürchtet man nun Auswirkungen unter anderem auf den Tourismus.

„Fjällforscher“ Leif Kullmann, Naturgeograph an der Universität in Umea, sagte in einem Interview mit dem Schwedischen Fernsehen am Montag, die Veränderung gehe sehr rasch vor sich. „Im botanischen Sinn gibt es keinen Fjäll mehr in Sälen“, so der Professor.

Die Region Sälen ist wegen ihrer relativen Nähe zu den Ballungszentren um Stockholm, Oslo und Göteborg eines der beliebten Wintersportgebiete in ganz Skandinavien. Die Einnahmen aus dem Tourismus betragen dort jährlich zwischen 1,5 und 2 Mrd. Kronen (160 – 213 Mio. Euro).

Kullmann befürchtet wegen der Verwaldung und der zusehends wärmeren Winter ein allmähliches Verschwinden des Skitourismus aus der Region. Der Wissenschafter regte zudem die Umbenennung des legendären „Högfjällshotellet“ (im übertragenen Sinn etwa:
Hochalpin-Hotel) in Sälen an. Die Bezeichnung sei durch die neuen geografischen Gegebenheiten irreführend.

home button iconCreated with Sketch. zurück zur Startseite
  • VOL.AT
  • Klima
  • Klimawandel macht schwedischen "Fjällen" den Garaus
  • Kommentare
    Kommentare
    Grund der Meldung
    • Werbung
    • Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
    • Persönliche Daten veröffentlicht
    Noch 1000 Zeichen