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Klimawandel bringt weniger Energiebedarf

©AP
Der Klimawandel wird auch seine guten Seiten haben: Laut jüngsten Ergebnissen des im heurigen Sommer abgeschlossenen Groß-Projekts "StartClim" wird sich der Energiebedarf für das Heizen durch der Erwärmung in Österreich reduzieren.

Auch Feinstaub wird es weniger geben, heißt es in einer Aussendung der Universität für Bodenkultur (Boku) am Mittwoch.

„Eine erste grobe Analyse des zukünftigen Energieverbrauchs für Heizung und Kühlung ergibt, dass sich der mittlere Heizenergiebedarf in Österreich 2041 bis 2050 im Vergleich zu 1981 bis 1990 klimabedingt um rund 20 Prozent reduzieren könnte“, so die Boku-Wissenschafter. Das entspreche einer Abnahme von etwa 10.800 Gigawattstunden bei derzeitigem Gebäudebestand. Der absolute Heizenergiebedarf werde in den Alpenregionen dabei stärker abnehmen als in den Niederungen, umgekehrt steige die Zahl der Kühlgradtage vor allem in den tiefer gelegenen Regionen deutlich an.

Der reduzierte Heizbedarf werde sich positiv auf die Feinstaubbelastung auswirken. Auch kürzere Phasen mit wintertypischen Verhältnissen werden die Emissionen an Feinstaub reduzieren.

Eher beunruhigende Entwicklungen wird es laut den Experten um Projektkoordinatorin Helga Kromp-Kolb etwa durch Veränderungen der Flora und Fauna in Mitteleuropa geben. So kann schon eine Erwärmung um weniger als ein Grad das Vorkommen von Sandmücken in Österreich in zahlreichen Regionen begünstigen.

Vor allem im Rheintal, im Donautal, im östlichen Burgenland und in der Grenzregion zu Slowenien ist ein Auftreten von Sandmücken wahrscheinlich. Die Mücken können sogenannte Leishmanien übertragen, Parasiten, die sich im Menschen vermehren und schwere Erkrankungen hervorrufen. Weltweit sind etwa zwölf Millionen Menschen mit Leishmanien infiziert, mindestens 60.000 sterben jedes Jahr an den Folgen.

Für den Bereich Landwirtschaft erwarten die Experten, dass sich Trockenheit und höhere Bodentemperaturen etwa negativ auf die Grasnarben auswirken. Dies wiederum habe einen starken Einfluss auf die Engerlingspopulationen, Folgen durch mehr Fraßschäden seien zu befürchten. Trockenheit verzögere zusätzlich die Regeneration der geschädigten Grasnarbe. Vor allem in Hanglagen können nicht nur wirtschaftliche Schäden drohen sondern auch die Bodenbearbeitung mit landwirtschaftlichen Maschinen erschwert werden.

Die Analyse von Klimaszenarien für den Zeitraum 2021-2050 zeigt weiters, dass sich die Vor- und die Nachsaison im Sommertourismus verlängern könnten. Diesem positiven Trend gegenüber stehen stehen allerdings zunehmender Hitzestress, mehr schwüle Tage und eine leichte Erhöhung der Tage mit langanhaltenden Niederschlägen gegenüber.

Bis zum Jahr 2050 könnten die Sommertage um etwa 40 Prozent mehr werden, die Hitzetage könnten sich mehr als verdoppeln und die Zahl der kühlen Tage etwa halbieren. Die Badesaison würde sich dadurch über rund vier Monate erstrecken und die Auslastung im Sommertourismus erhöhen.

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