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KlimaVOR: Gasausstieg mit bestehenden Alternativen vorantreiben

Christoph Drexel (li.) vom Verein KlimaVOR! sprach mit Johannes Türtscher (re.), Geschäftsführer der Vorarlberger Energienetze, und Adi Groß (nicht im Bild), Bundesrat der Grünen, über das Thema „Raus aus dem Gas“.
Christoph Drexel (li.) vom Verein KlimaVOR! sprach mit Johannes Türtscher (re.), Geschäftsführer der Vorarlberger Energienetze, und Adi Groß (nicht im Bild), Bundesrat der Grünen, über das Thema „Raus aus dem Gas“. ©Foto: Evelyne Spöttl
Verein zur Förderung der Klimaneutralität Vorarlbergs sieht rasche Abkehr vom fossilen Gas

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Auf dem Weg. Im Dialog zur Klimaneutralität“ diskutierten Johannes Türtscher, Geschäftsführer der Vorarlberger Energienetze und Adi Groß, Abgeordneter zum Bundesrat von den Grünen, am 2. März zum Thema „Raus aus dem Gas“. KlimaVOR!-Obmann Christof Drexel betrachtet die rasche Abkehr von fossilem Gas angesichts der klima- und weltpolitischen Lage als unabdingbar und weist auf bereits bestehende Potenziale in Vorarlberg hin.

„Die Abkehr vom fossilen Gas ist auch aus klimapolitischer Sicht dringend erforderlich. Auf dem Weltmarkt Alternativen zur Beschaffung aus Russland zu suchen, kann nur eine absolute Notlösung sein“, sagt Christof Drexel, Obmann des Vereins KlimaVOR!. Während „Raus aus dem Öl“ schon länger Devise ist, gestaltet sich der Ausstieg aus der Gas-Abhängigkeit derzeit noch sehr kompliziert. Denn auch das Verheizen von Erdgas ist bei Weitem nicht klimaneutral: Die CO2-Emissionen sind nur rund 25 Prozent geringer als bei Öl. Hinzu kommt die große Abhängigkeit vom Lieferanten Russland und der volkswirtschaftliche Schaden durch den ständigen Verlust an Kaufkraft.

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Auf dem Weg. Im Dialog zur Klimaneutralität“ diskutierten Johannes Türtscher, Geschäftsführer der Vorarlberger Energienetze und Adi Groß, Abgeordneter zum Bundesrat von den Grünen zum Thema „Raus aus dem Gas“. Dabei betonte Türtscher, dass Vorarlberg mit seiner Netzinfrastruktur über die besten Voraussetzungen verfüge, Biogas oder auch synthetisches Methan zu liefern. Adi Groß wiederum wies darauf hin, dass diese begrenzten Alternativen nur dort eingesetzt werden sollen, wo es keine andere Möglichkeit gebe. So hätte etwa Biogas in Vorarlberg das Potenzial, maximal 20 bis 25 Prozent des heutigen Verbrauchs abzudecken.

Wirtschaftliche Lösungen bereits vorhanden
Alternativen zum Gas sind bereits heute in vielen Bereichen absolut wirtschaftlich umsetzbar, wie Christof Drexel, Obmann des Vereins KlimaVOR!, betont: „Für die Raumwärme brauchen wir mittelfristig überhaupt kein Gas mehr: Zum einen bieten sich Wärmepumpen an, zum anderen müssen Wärmenetze massiv aus- und auch neu gebaut werden, um Abwärme aus der Industrie und erneuerbare Energien effizient nutzen zu können.“ Voraussetzung dafür seien aber verstärkte Bemühungen im Bereich der Gebäudesanierung, um den Wärmebedarf generell zu reduzieren.

„Auch für die Industrie steht in vielen Fällen schon eine wirtschaftliche Alternative zur Verfügung: Groß-Wärmepumpen oder auch Biomasse-Feuerungen sind heute ökonomisch absolut attraktiv, nicht nur ökologisch“, erklärt Drexel. Nur ein kleiner Teil der Prozesse müsse nach wie vor mit Gas versorgt werden, wofür das Biogas-Potenzial des Landes ausreiche. „Wollen wir in Vorarlberg einen weiteren Schritt in Richtung Klimaneutralität machen, müssen wir dieses Potenzial besser heute als morgen ausschöpfen“, so der Obmann des Vereins.

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