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Klimaschutz im Verkehr kann viele Gesichter haben

"Um im Verkehrssektor nachhaltig etwas für den Klimaschutz zu tun, müssen im Mobilitätsbereich neue Wege gegangen werden", so Umweltminister Josef Pröll (V.

Neben alternativen Antrieben und Kraftstoffen sowie einer spritsparenden Fahreweise müsse es ein Umdenken im Mobilitätsverhalten geben, betonte der Minister. Klimaschutz brauche vor allem das Engagement jedes Einzelnen. Konkret heißt dies beim Autokauf auf spritsparende Modelle zu achten und für kurze Wege aufs Rad umsteigen oder zu Fuß zu gehen, so Pröll. Im Durchschnitt werden pro Tag drei Wege außer Haus zurückgelegt – die Hälfte davon mit dem Auto. Ein Drittel aller Wege wird zu Fuß oder mit dem Fahrrad und 18 Prozent mit öffentlichen Verkehrsmitteln zurückgelegt, so eine Information des Verkehrsministerium. Insgesamt beträgt die Länge der zurückgelegten Wege im Schnitt 28,5 Kilometer.

Die Ausstellung würde beweisen, dass Klimaschutz im Verkehr viele Gesichter haben kann, so der Minister. Einerseits werde die Effizienz der konventionellen Antriebe gesteigert und andererseits werden alternative Antriebe wie etwa Hybrid- und Elektroantriebe oder Gasmotoren weiterentwickelt, so der Minister. Auch durch den verstärkten Einsatz von Agrokraftstoffen könne ein Beitrag zum Klimaschutz geleistet werden, widersprach Pröll den zahlreichen Kritikern des “Biosprits”.

“Wir haben durch den Einsatz von Biokraftstoffen 2006 erstmals den Wachstumstrend der Emissionen im Verkehrssektor gebrochen und eine CO2-Reduktion von rund einer Million Tonnen geschafft”, sagte der Minister. Mit dem im Regierungsprogramm verankerten Ziel, einen Anteil von zehn Prozent an alternativen Kraftstoffen bis 2010 zu erreichen, könnten mehr als zwei Millionen Tonnen CO2-Emissionen eingespart werden, so Pröll. In Deutschland hatte zuletzt die Regierung die Ziele beim Zumischungsgrad für Benzin zurückgeschraubt, da ältere Autos einen derart hohen Beimischungsanteil nicht vertragen.

Gleichzeitig müsse aber in die Forschung der Biokraftstoffe der zweiten Generation massiv investiert werden, betonte Pröll. Ökologie, Ökonomie und Soziales müssen dabei aber vereinbar sein und Umweltschutz und Lebensmittelversorgung gesichert bleiben, sagte der Minister. Experten gehen davon aus, dass erste praxistaugliche Ergebnisse bei Agrokraftstoffen der 2. Generation in frühestens fünf Jahren vorliegen.

Die Sonderausstellung des Technischen Museums startet am 4. Juni und kann bis 19. Oktober besichtigt werden. Es werden dabei vielfältige Ideen und Möglichkeiten aufgezeigt, den CO2-Ausstoß im Verkehr zu minimieren und stellt Alternativen vor, die in Zukunft die Mobilität bestimmen.

Es werden die Prinzipien hinter Hybrid-, Brennstoffzelle- und Elektroantrieben erklärt und gezeigt, welche Agrokraftstoffe aus welchen Grundprodukten gewonnen werden können. In der Ausstellung werden auch besonders sparsame Fahrzeuge vorgestellt – wie etwa das Leichtbaufahrzeug “Loremo” -, sowie mit Erdgas und Strom betriebene Fortbewegungsmittel.

Neben den technischen werden auch organisatorische Lösungen für die Emissions-Verringerung präsentiert. In diesem Themenbereich stehen eine Reihe von Planungsinstrumenten bereit, damit sich jeder Einzelne die individuelle Mobilität vom U-Bahn-fahren bis zum Carsharing organisieren kann.

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