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Kleinstunternehmer und die Hürden des Systems

Bereits über die Hälfte aller Vorarlberger Selbstständigen sind Einzelkämpfer. 

Selbstbestimmung ist ein hohes Gut, das immer mehr Menschen anstreben. In der Wirtschaft zeigt sich dieses Streben deutlich: Die Ein-Personen- Unternehmer (EPU) stellen mittlerweile 53,2 Prozent der aktiven Mitglieder der Wirtschaftskammer Vorarlberg (in absoluten Zahlen: 11.019). Tendenz weiter steigend. Unter den EPU sind die Frauen in der Mehrzahl. Sie machen, so die Sprecherin der Kleinstunternehmen, Susanne Rauch, 53,1 Prozent aus. EPU sind nicht auf einige wenige Branchen fixiert, sie finden ihre Nischen in allen Bereichen. „Mit Flexibilität, ihren Produkt- und Dienstleistungsinnovationen und ihrem Gespür für Marktchancen finden sie ihren Platz in der Unternehmerlandschaft“, beschreibt Rauch die Buntheit der EPU-Szene. „Ein erfolgreiches Unternehmen hängt nicht von der Betriebsgröße ab, sondern entscheidend ist der Unternehmergeist“, stellt sie klar.

Ärger mit Krankenkasse
Ob alle neuen EPU aber tatsächlich unternehmerisch tätig sind, wird beispielsweise von der Gebietskrankenkasse hinterfragt. Zum Ärger der Betroffenen, denen eine „Scheinselbstständigkeit“ unterstellt wird, die mit hohen Forderungen seitens der Krankenkasse verbunden ist, prangern die Amici delle SVA an, die in Vorarlberg von Gabriela Harmtodt repräsentiert werden. Harmtodt, die inzwischen für die Grüne Wirtschaft auch in der Vollversammlung der Interessenvertretung Platz genommen hat, kämpft für bessere Bedingungen der Einzelkämpfer, die von der SVA nach Meinung der „Freunde“ über Gebühr abkassiert werden. Sie fordert „die Erhöhung des Krankengelds für Selbstständige auf ein Maß, das das finanzielle Überleben bei einer schweren Krankheit sichert“. Auch die Abschaffung der Selbstbehalte beim Arztbesuch gehört zu ihren Anliegen und eine Regelung beim Kinderbetreuungsgeld. Harmtodt: „Es muss Unternehmerinnen und Unternehmern ermöglicht werden, sich um ihre Babys zu kümmern, ohne ihre Firma aufzugeben.“ Und natürlich brauche es Rechtssicherheit für Selbstständige, die bei einer Prüfung durch die Krankenkasse zu „Zwangs-Angestellten“ gemacht werden. Dinge, die auch der EPU Lobbyistin Rauch ein Anliegen sind, wie sie gegenüber den VN erklärt. Doch sie setzt auf kleine Schritte, „die leichter zum Ziel führen als große Forderungen“. Es brauche ein Netz an Absicherung, das Selbstständige im Falle des Falles auffange. Österreich habe mittlerweile ein solches Netz, „aber natürlich muss noch weiter daran geknüpft werden“. Sie stellt aber auch klar, dass die Entscheidung, ein Unternehmen zu gründen, bedeute, dass man auch ein Risiko auf sich nimmt.

Verbesserungen für EPU
Dennoch: Man habe bereits große Erfolge erzielt, die das Arbeiten für die Einzelkämpfer deutlich verbessert haben. Von der Absenkung der Einkommensteuersätze, „insbesondere beim Eingangssteuersatz, der ab 2016 bei 25 Prozent anstelle von 36,5 Prozent liegt, werden EPU deutlich profitieren“. Auch die Mindestbeitragsgrundlage in der SVA Krankenversicherung habe man auf das Niveau der Geringfügigkeitsgrenze der Beschäftigten abgesenkt. „Eine deutliche Entlastung für gering verdienende Kleinunternehmen.“ Abgesehen von den Mühen der Einzelkämpfer sind ihre Leistungen beachtenswert: Ein-Personen-Erfolge ab heute jeden Freitag in den VN.

 

ATX bei 2395,12 Punkten
Die Wiener Börse hat am gestrigen Donnerstag bei hohem Volumen mit schwacher Tendenz geschlossen. Der heimische Leitindex ATX  fiel gegenüber dem Mittwoch-Schluss (2443,71) um 48,59 Punkte oder 1,99 Prozent auf 2395,12 Zähler. Gegenüber Ultimo 2014 liegt der ATX per gestern 235,04 Punkte oder 10,88 Prozent im Plus. Der ATX Prime schloss mit einem Minus von 1,87 Prozent oder 23,27 Punkten bei 1218,86 Einheiten.

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