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Kleine Computer für kleine Hände

Zwei Jahre lang haben Volksschüler der Übungsvolksschule der Pädagogischen Akademie der Erzdiözese Wien in einem OECD-weit einmaligen Projekt mit Pocket-PC gelernt.

Am Dienstag ging der Versuch „ppc@school – Kleine Computer für kleine Hände“ mit der Präsentation der Evaluierung des Versuchs zu Ende. Sowohl die Lehrerin als auch der wissenschaftliche Betreuer hoben gegenüber der APA die hohe Lernmotivation der Kinder durch den Einsatz des „Handheld“ hervor.

Im Mai 2004 wurde mit Unterstützung des Bildungsministeriums und einer Computerfirma (Hewlett Packard) eine zweite Klasse mit Pocket-PCs ausgestattet. Man wollte herausfinden, ob diese Handhelds für den Unterricht in der Volksschule geeignet sind und dazu beitragen können, Lehren und Lernen zu bereichern und zu verbessern. Am Ende der vierten Klasse zogen die Verantwortlichen nun eine positive Bilanz.

Wie die Klassenlehrerin Ilse Bailicz betonte, sollte der Pocket-PC das Lernen unterstützen. Ihr sei es darum gegangen, herauszufinden, in welchen Gegenständen eine Verwendung sinnvoll sei, was man alles damit machen könne und wo die Grenzen seien. Wie sich herausstellte, konnte der PDA in fast allen Gegenständen eingesetzt werden. Die Kinder schrieben darauf Aufsätze, erschlossen sich neue Zahlenräume, fotografierten auf Lehrausgängen, zeichneten und entwarfen Trickfilme, nahmen ihre eigenen Lieder auf und skizzierten ihre Werkstücke, berichtete Bailicz.

Die Kinder hätten einen selbstverständlichen Umgang mit dem Gerät entwickelt und es oft anstelle des Heftes verwendet. Sie hätten dabei „großes Verantwortungsbewusstsein entwickelt“, der PDA habe „die Lernfreude immens gefördert“, betonte Bailicz und zitiert die Meinung des Großteils der 26 Kinder: „Der Unterricht war mit dem Pocket-PC noch interessanter.“ Zudem hob sie den in heutiger Zeit wichtigen Umgang mit Neuen Medien hervor, der mittlerweile als vierte Kulturtechnik gelte.

Der verantwortliche Beamte im Bildungsministerium, Anton Reiter, betonte, dass es sich dabei um ein im OECD-Raum einzigartiges Projekt gehandelt habe. Er hob die „unglaublichen Leistungen“ der Kinder hervor, die binnen kürzester Zeit „auf Du und Du mit dem Pocket-PC“ gewesen seien.

Der wissenschaftliche Evaluator des Projekts, Leopold Sperker, betonte, dass der PDA „ein Werkzeug sei, das keinen anderen Unterricht bewirkt“. Festgestellt hat er eine „sehr gesteigerte Lernmotivation“, die Vielfalt der Einsatzmöglichkeiten habe den Kindern großen Spaß gemacht. Auch die Qualität der Arbeiten habe sich kaum von herkömmlichen Methoden unterschieden. So seien etwa am Pocket-PC geschriebene Aufsätze nur geringfügig schlechter ausgefallen als jene, die ins Heft geschrieben wurden. Ob das Projekt fortgesetzt wird, steht derzeit noch nicht fest.

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