Klauser Adler soll bald wieder abheben

Der Klauser Adler
Der Klauser Adler ©Christof Egle
Investor kauft das Traditionsgasthaus und sucht einen Pächter.
Gasthaus Adler Koblach

Klaus. Groß war der Schock im Mai des Jahres 2019. Nach fünf Jahren warf das damalige Betreiberpaar Gasthaus Adler in Klaus, Alex und Brigitte Breuss, das Handtuch. Nicht die wirtschaftliche Situation war schuld – im Gegenteil, das Gasthaus lief gut und war Treffpunkt von zahlreichen Vereinen und Stammgästen aus dem ganzen Vorderland –, sondern die langjährige erfolglose Suche nach passendem Personal. Nach über 80 Jahren Gastwirtschaftsbetrieb in dem über 200 Jahre alten Gebäude war Schluss für den Adler. Für die Gemeinde Klaus bedeutete dies gleichzeitig den Verlust des letzten verbliebenen Dorfgasthauses, der Engel schloss bereits zwei Jahre zuvor seine Türen. Der Adler wurde zum Verkauf ausgeschrieben.

Pächter gesucht

Nun, fast zwei Jahre später, scheint wieder Bewegung in die Sache zu kommen und möglicherweise werden sich die Türen des Adlers bald wieder für Gäste öffnen können. Das Gebäude wurde verkauft an die in Feldkirch ansässige APF Immobilien GmbH. Dahinter steht in Person als Alleineigentümer der Feldkircher Edwin Schädler. Seine Motive sind klar: "Das Haus macht einen sehr gepflegten Eindruck, die Lage mit Aussichtsterasse sowie direkt neben der Kirche ist einzigartig, zudem liegt das Haus im Umfeld eines wunderschönen Naherholungsgebietes." Genau Zahlen will Schädler zwar nicht verraten, er beschreibt den Kaufpreis aber durchaus als vertretbar, woraufhin er sich zum Erwerb entschlossen hat. Schädler ist nun auf der Suche nach einem passenden Pächter, denn er stellt klar: "Ich bin Investor, aber kein Koch." Dabei hat der Feldkircher auch klare Vorstellungen. Es soll ein gutbürgerliches Gasthaus für das Dorf und für die Menschen aus der Region entstehen, mit einer Karte, die von einheimischen Speisen beherrscht wird und auch in einer Preisklasse, dass der Gasthausbesuch erschwinglich bleiben kann. Diese Suche könne laut Schädler durchaus herausfordernd sein, aber er will sich die nötige Zeit dafür nehmen. Bieten kann er auf jeden Fall eine klassische Pächterwohnung im ersten Stock, in den weiteren Stockwerken befinden sich weitere Wohnungen, die vermietet sind. Gleichzeitig hofft Schädler darauf, dass durch die weltweite Pandemie auch vermehrt wieder auf heimische Gastfreundlichkeit gesetzt wird, was einem neuen Pächter den Start eventuell erleichtern könnte. Er sieht auch Möglichkeiten zur stärkeren Zusammenarbeit mit den Vereinen und vor allem auch mit der benachbarten Pfarre. Der klassische Messbesucher am Sonntag soll danach seinen Weg in den Adler finden, aber auch für kirchliche Feierlichkeiten wie Erstkommunion, Hochzeit, oder auch Beerdigungen biete das Gasthaus ebenso perfekte Möglichkeiten wie für andere privaten Feiern.

Für den Klauser Bürgermeister Simon Morscher sind die jüngsten Entwicklungen positiv zu bewerten: "Der Adler war stets ein Ort der Begegnung der Menschen und der Vereine. In den letzten beiden Jahren hat man deutlich gemerkt, wie sehr der Gemeinde ein Gasthaus fehlt. Wir würden uns sehr über eine Wiedereröffnung freuen."

Mit dem Verkauf wurde nun ein erster Schritt zur Wiederauferstehung des Adlers getan, fehlt nur noch der passende Pächter. Für potenzielle Interessenten besteht die Möglichkeit der Kontaktaufnahme unter der Telefonnummer 05522/90558510. CEG

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