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„Klarinette hat es mir angetan“

Die 11-jährige Anika Gmeiner hat beim Bundeswettbewerb von prima la musica den zweiten Preis mit ihrer Klarinette erspielt.
Die 11-jährige Anika Gmeiner hat beim Bundeswettbewerb von prima la musica den zweiten Preis mit ihrer Klarinette erspielt. ©bvs
Schülerin Anika Gmeiner hat beim Bundeswettbewerb von prima la musica mit ihrer Klarinette Silber erspielt.
„Klarinette hat es mir angetan“

Lustenau Wenn die elfjährige Anika Gmeiner ihre Klarinette in die Hand nimmt und zu spielen beginnt, spürt man die Leidenschaft, die sie für dieses Instrument hat. „Seit ich klein bin, wollte ich Klarinette spielen. Sie hat es mir einfach angetan“, sagt sie fröhlich. Die Schülerin hat vergangene Woche beim Bundeswettbewerb von prima la musica in Graz mitgemacht und in ihrer Altersklasse den zweiten Preis erspielt.

Erste Station mit Weiterleitung

Doch bevor es zum Bundeswettbewerb gehen kann, bei dem die besten aus ganz Österreich vertreten sind, muss der Landeswettbewerb gewonnen werden. „Ich habe auch bei prima la musica in Feldkirch im März dieses Jahres mitgemacht und dort in meiner Altersklasse den ersten Preis erhalten. Zudem erhielt ich eine Weiterleitung zum Bundeswettbewerb“, erklärte die junge Musikerin stolz. 15 Kinder aus ihrer Altersklasse traten mit der Klarinette in Graz auf, Anika Gmeiner überzeugte dort die Jury mit ihrem Können und ihrer Bühnenpräsenz. Sie spielte vier Stücke, die auf dem Klavier von einer Grazer Pianistin begleitet wurden.

Leichtes Lampenfieber

„Ich war schon etwas nervös, aber ich habe mich gut auf den Wettbewerb und meine vier Stücke vorbereitet“, erklärt sie. Angespannter waren hingegen ihre Eltern Nicole und Christoph Gmeiner sowie ihre Schwester Linda, die beim zehnminütigen Vorspielen von Anika mitfieberten. „Sie hat das super gemacht und hervorragend gespielt. Nach ihrem Auftritt war ich allerdings sehr erleichtert, dass alles gut gegangen ist“, sagte ihre Mutter. Sogar Anikas Klarinettenlehrer Jure Robek von der Rheintalischen Musikschule ist mit dem Zug zum Wettbewerb nach Graz gefahren, um seine Schülerin mental zu unterstützen. Denn neben dem fachlichen Können müssen die Kandidatinnen und Kandidaten von prima la musica emotional gut auf diese Vorspielsituation vorbereitet sein. „Anika nahm das gelassen und freute sich mit ihrem Instrument vorzuspielen“, erzählte Nicole Gmeiner.

Freudige Preisverleihung

„Ich wollte schon einen der ersten drei Plätze belegen, da sonst auf der Urkunde lediglich die Teilnahme bestätigt ist. Als man mich dann für den zweiten Preis aufgerufen hatte, war ich überglücklich“, so die ambitionierte Musikerin. Sie hat bereits Pläne, wie es weitergehen soll: Kommendes Jahr will sie beim Förderpreiswettbewerb der Rheintalischen Musikschule mitmachen und das Leistungsabzeichen in Bronze machen. Denn dann darf sie bei der großen Musik des Musikvereins Concordia mitspielen. Ein Traum, der für sie zum Greifen nah ist. „Musizieren macht mir Spaß, deshalb dreht sich bei mir alles um Musik“, so Gmeiner. Sie besucht die Musikmittelschule in Dornbirn und spielt zudem noch bei der Jugendmusik der Concordia. Vorerst freut sie sich auf die feierliche Ehrung im Landhaus am 15. Juni, zu dem alle Vorarlberger Preisträgerinnen und Preisträger des Bundeswettbewerbs prima la musica 2023 eingeladen sind. „Ich bin schon sehr gespannt, was mich dort erwartet“, sagt sie mit einem Lächeln. Bvs

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