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Kiwanis Club Dornbirn lädt Referenten ein

Martin Assmann, Bernhard Kathrein, Manfred Hagen im Roten Haus. (vl)
Martin Assmann, Bernhard Kathrein, Manfred Hagen im Roten Haus. (vl) ©Edith Rhomberg
 Präsident Manfred Hagen hat für die Mitglieder einen Mix aus aktuellen Themen vorbereitet.
Kiwanis Club Dornbirn

 

Dornbirn. Das Programm des wiederum für ein Jahr gewählten Präsidenten des Kiwanis Club Dornbirn besteht aus einer spannenden Mischung. Die Mitglieder des weltweit vertretenen Serviceclubs mit dem Motto „We serve the children“, also den Kindern zu dienen, treffen sich regelmäßig im Roten Haus. Benefizveranstaltungen, der Austausch unter den Clubmitgliedern, und die Pflege der Freundschaft sind die Schwerpunkte. Aber nicht nur das. Es werden Referenten eingeladen, wie letzten Mittwoch Martin Assmann, Leiter der Stadtentwicklung Dornbirn und Bernhard Kathrein, Gruppenleiter Ortsplanung und Raumplanung in Lustenau, über ihre beruflichen Bereiche zu sprechen. Damit, dass die Wogen danach ziemlich hoch gehen könnten, hatte Präsident Manfred Hagen bereits im Vorfeld gerechnet, betreffen diese Themenfelder doch alle Menschen.

Referenten geben Einblicke

Die qualitätsvolle Siedlungsentwicklung nach Innen ist aus der Sicht von Martin Assmann das zentrale Thema in Dornbirn. Zur Stadtentwicklung innerhalb der bestehenden Siedlungsgrenzen gab er interessante Einblicke in vier große Bereiche: Verkehr, Grün- und Freiräume, Siedlungsentwicklung sowie Öffentliche Bauten und Anlagen. „Diese betreffen die Innenstadt ebenso, wie die Stärkung der Stadtteilzentren“, so der Stadtplaner. Bebilderte Beispiele gab er zu unterschiedlichen Aspekten, wie Vermeidung von Nutzungskonflikten, höhere Baudichten, die optimale Erschließung auch für Fußgänger und Radfahrer sowie Anbindung an den ÖPNV, die attraktive Gestaltung der öffentlichen und halböffentlichen Räume, die Erhaltung von Grün- und Freiräumen, Architektur/Städtebau und Gestaltung der Gebäude sowie die Suche nach organisatorisch neuen Lösungen. Optimierungsbedarf sieht er in den Stadteingängen und -Einfahrten. „In der Raumplanung muss man einen langen Atem haben“, so Martin Assmann, für den Stadtplanung und Stadtentwicklung aus dem Zusammenfügen einzelner Mosaiksteine besteht.

In Lustenau ist Bernhard Kathrein seit vier Jahren mit der Gemeindeentwicklung betraut. Die Lage am Rhein ist die wohl markanteste Besonderheit der Gemeinde, deren Ausdehnung in der Nord-Südachse fünf Kilometer und in der Breite zwischen Rhein und Ried zwei Kilometer beträgt. „Die Konzepte, die in den kommenden Jahren umgesetzt werden, wurden mit der Bevölkerung, externen Experten sowie der Planungsabteilung erarbeitet“, so Bernhard Kathrein. In bebilderten Ausführungen gliederte er die Themenbereiche in neun Gruppen, die er näher vorstellte. Der Masterplan sieht eine schrittweise Um- und Neugestaltung öffentlicher Räume vor, mit dem Ziel, die Lebensraumqualität zu erhöhen. Bernhard Kathrein machte auch deutlich, dass die politischen Entscheidungsträger Lustenaus die Wichtigkeit der Siedlungsentwicklung erkannt haben. Ein Bonussystem soll als Anreiz für Bauherrschaften dienen. Als reizvoll empfanden einige Gäste drei ganz unterschiedlich entworfene Raumbilder für Lustenau. So kann man „den Rhein in die Mitte nehmen“, einen „Kern mit Flanken zu Wasser und Ried, oder ein „Inseldorf Lustenau“ sehen.

Fragen an die Referenten von Rhesi über Wohnbau bis zum Verkehr eröffneten die mit reichlich Zündstoff geladene Diskussion, welche die teils brisante Aktualität zusätzlich unterstrich.

 

 

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