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Kitzrettung mit Wärmebild-Drohne: Jägerschaft nutzt modernes Know-How

©VOL.AT/Mayer
Immer wieder fallen Rehkitze Mähwerken zum Opfer. Die Vorarlberger Jägerschaft nutzt nun eine Drohne mit Wärmebildkamera, um die Kitze zu finden und zu notfalls zu retten.
Rehkitzrettung per Drohne
NEU
Jägerschaft: Schutz junger Wildtiere

Rehe bringen im Frühjahr, meist im Mai, ihre Kitze zur Welt. Typisch für sie ist das Verstecken der Jungtiere. Das Muttertier platziert die noch geruchslosen Jungen sorgsam im Wald oder im hohen Gras. Dort seien sie mit ihrem gepunkteten Fell und dem Verhalten, sich bei Gefahr zu ducken, vor Fressfeinden geschützt, erklärt Gernot Heigl, Geschäftsführer der Vorarlberger Jägerschaft. Doch genau das wird ihnen zum Verhängnis. Vermeintlich ungeschützte und verwaiste Rehkitze werden von Spaziergängern "gerettet" - zu Unrecht, denn das Muttertier bleibt meist in der Nähe bleibt und kehrt zum Säugen der Jungen zurück. Die gut getarnten Jungtiere sind zudem für Landwirte auf Wiesen und Feldern unsichtbar und werden daher häufig Opfer von Mähmaschinen. Aus diesem Grund wurde die Kitzschutzinitiative der Jägerschaft gegründet, an der sich auch die Landwirtschaftskammer beteiligt.

Muttertiere verstecken Rehkitze im hohen Gras. Bild: Jägerschaft Vorarlberg

Kitzretter und Drohnen

Während früher jedes Feld mühsam durchkämmt werden musste, setzt die Jägerschaft Vorarlberg heute modernstes Know-How ein. Bewährt hat sich in den vergangenen Jahren der sogenannte Kitzretter (VOL.AT berichtete). Das Gerät gibt in unregelmäßigen Abständen Blaulicht und Töne von sich und haben eine hohe Erfolgsrate. Seit diesem Jahr fliegen im Namen der Kitzrettung neuerdings auch Drohnen über Vorarlbergs Wiesen und Felder. Sie sind bestens ausgestattet mit einer Wärmebildkamera. So können Gebiete schnell und zuverlässig nach Rehkitzen abgesucht werden - bis zu 10.000 Quadratmeter in fünf Minuten. Findet die Jägerschaft ein Jungtier, wird es fachgerecht geborgen. Grasbüschel eignen sich hervorragend, um den menschlichen Geruch nicht auf das Tier zu übertragen. Die Kitze werden in einer Kiste an den Wiesenrand gelegt und nach den Mäharbeiten wieder freigelassen.

Für das Auge fast unsichtbar sind Kitze auf Wärmebildern deutlich sichtbar. Bild: Jägerschaft Vorarlberg

Zusammenarbeit mit Tirolern

Im nahen Tirol ist die Kitzsuche und -rettung per Drohne schon seit zwei Jahren im Einsatz. Die Drohnensuche ist eine wirkungsvolle Ergänzung der herkömmlichen Methoden. Dementsprechend stark sei auch die Nachfrage nach Drohnen in Tirol, wie Martina Just, Wildtierbiologin beim Jägerverband Tirol, informiert. Mit der Plattform zur Initiative "Rehkitzrettung - gemeinsam gegen den Mähtod" ist eine schnelle und unkomplizierte Vernetzung von Landwirten, Jägern und verfügbaren Drohnen möglich. Seit Beginn hätten sich zudem Drohnenpiloten aus ganz Österreich gemeldet, die die Initiative unterstützen wollen. Die Vorarlberger Jägerschaft will nun in Zusammenarbeit mit den Tiroler Kollegen den gezielten Einsatz der Drohnen mit Wärmebildkamera vorantreiben. Auch in Vorarlberg soll ein Netzwerk aufgebaut werden, um mögliches Tierleid im Zuge der Mahd zu minimieren.

(Red.)

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