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Kinderaugen leuchten lassen

Dornbirn - Was tut der heilige Nikolaus, was tun seine unzähligen Boten, die dieser Tage unterwegs sind, eigentlich im Rest vom Jahr?

Dann – Alexander Maccani beweist es eindrücklich – sind sie ganz normale Männer. Tragen graue Anzüge und Hornbrille. Verbrennen sich schon mal am Tee, wenn die heisere Stimme nach Labsal verlangt. Nur krank werden sie nicht. Jedenfalls nicht am 6. Dezember. „Kommt nicht in Frage“, denkt sich Alexander, während er sein Jackett über das Sofa legt. „Schließlich warten heute und morgen 50 Familien.“ Er schlüpft in das lange weiße Gewand und zieht den Strick fest. Dann noch das rote Chorhemd und der Rauchmantel. „Das Schlimmste“, lacht er, „ist der Bart.“ Aber haben Sie schon einmal einen Nikolaus ohne weißen Bart gesehen? So, fertig ist er. Verschwunden ist der Alexander Maccani, der eben noch zur Tür herein kam. Der hier geht auch ganz anders. Er schreitet richtig, würdevoll. Da werden die Kinder schauen.

Redselige Knirpse

Manche begnügen sich freilich nicht damit. Die verwickeln den „Boten des hl. Nikolaus“ in richtige Gespräche. Wollen gar nicht auf sich sitzen lassen, was die Eltern dem heiligen Mann in sein goldenes Buch diktiert haben. Und der hat dann Mühe, nicht in Gelächter auszubrechen. Aber das tut so einer nicht. „Schnäpsle“ trinkt er auch keines, wiewohl es angeboten wird. Dafür sammelt Maccani mit seinen Nikolaus-Kollegen Spenden. Auf dass sich noch ein Kind freut. Das lebt weit weg, in Indien. Ist körperlich behindert und „unser Patenkind“. Denn der Nikolaus tut heute noch viel Gutes.

ZUR PERSON

Passion: Bote des hl. Nikolaus
Geboren: 1. Juni 1973 in Dornbirn
Familie: verheiratet, zwei Buben
Ausbildung: Drei Jahre Lehrzeit als Knecht Ruprecht
Laufbahn: Seit 17 Jahren bei den Haselstauder Nikoläusen

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