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Kinder: Hauptlast des Klimawandels

Unter der Klimaerwärmung werden nach einem Bericht der Hilfsorganisation Save the Children in den kommenden Jahren zunehmend die Kinder leiden.

175 Millionen Kinder auf der Welt würden jährlich im kommenden Jahrzehnt von durch den Klimawandel verursachten Naturkatastrophen wie Dürren, Überschwemmungen und Stürme betroffen sein, erklärte die Organisation am Freitag. Das seien im Jahr 50 Millionen mehr als in den zehn Jahren bis 2005. Als schwächste Mitglieder der Gesellschaft litten Kinder besonders unter Katastrophen. Millionen weitere Kinder seien vom Tod, Krankheiten, Hunger oder Obdachlosigkeit bedroht.

Nach einer Studie der britischen Umweltbehörde werden die Temperaturen auf der Erde trotz aller Bemühungen um einen geringeren Ausstoß von Treibhausgasen wie etwa Kohlendioxid in den nächsten 40 Jahren weiter ansteigen. Das liege an der zeitlichen Verzögerung des klima-erwärmenden Effekts der Treibhausgase. „Unsere gegenwärtigen Bemühungen, den Schadstoffausstoß zu verringern, werden eine Destabilisierung des Klimas in der zweiten Hälfte des Jahrhunderts verhindern“, erklärte Behördenchefin Barbara Young.

Die Folgen der Erderwärmung bekommt einer Studie des Unternehmens Risk Management Solutions auch die Wirtschaft schon zu spüren. Die finanziellen Verluste durch wetterbedingte Katastrophen seien seit den 1970er Jahren im Schnitt jährlich um zwei Prozent gestiegen und gipfelten vor zwei Jahren in den Schäden durch Hurrikan „Katrina“ in den US-Südstaaten. Dabei fiele es reicheren Ländern leichter, mit den Schäden und den neuen Risiken umzugehen.

Die drei Studien wurden wenige Stunden vor dem zweiten Teil des UN-Klimaberichts veröffentlicht, der am Freitag in Brüssel vorgestellt wird. Der Bericht ist die wichtigste Studie über die Auswirkungen des Klimawandels auf die verschiedene Weltregionen seit 2001. Einem Entwurf zufolge heißt es darin, dass die Klimaerwärmung unter anderem zu zunehmendem Hunger in Afrika und dem Abschmelzen von Gletschern im Himalaya führen wird. Rund 20 bis 30 Prozent aller Tier- und Pflanzenarten drohten bei einem Temperaturanstieg um 1,5 bis 2,5 Grad Celsius weltweit die unwiederbringliche Auslöschung.

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