Keine Priorität für Legalisierung von Cannabis bei Vorarlberger SPÖ

Bei der Legalisierung von Cannabis stösst man bei der SPÖ grundsätzlich auf offene Ohren in Vorarlberg.
Bei der Legalisierung von Cannabis stösst man bei der SPÖ grundsätzlich auf offene Ohren in Vorarlberg. ©VOL.AT/Steurer, AP/Francisco Sedo
Bregenz/Innsbruck - Die Tiroler SPÖ spricht sich für eine Legalisierung von Cannabis aus. Dies wurde beim Landesparteitag beschlossen. In Vorarlberg ist die Legalisierung der Droge diesen Sommer kein Thema.
Vorarlberger für Cannabis-Legalisierung
VOL.AT-Umfrage zum Thema Cannabis

Die SPÖ Tirol ist für die Legalisierung von Cannabis. Die Mehrheit der Delegierten stimmte beim Landesparteitag am Samstag für eine Änderung der Politik gegenüber der illegalen Droge. Damit folgt sie der Linie der Sozialistischen Jugend Österreichs (SJÖ). Diese startete vor zwei Wochen eine Kampagne für die Legalisierung von Cannabis und fordert eine staatlich kontrollierte Abgabe der Droge. Ihr Titel: “Lieber bekifft ficken, statt besoffen fahren”. Bei der Umfrage von VOL.AT sprachen sich die Mehrheit für eine Legalisierung aus.

Gegen Kriminalisierung von Konsumenten

“Das ist ein Thema, das wir immer wieder diskutieren”, bestätigt Vorarlbergs SJ-Sekretär Florian Keller. Man habe sich noch auf keine gemeinsame Position geeinigt. Innerhalb der SJ Vorarlberg sei sich jedoch einig, dass der Konsument nicht kriminalisiert werden dürfe. Für ihn persönlich ist die Entscheidung der Tiroler Genossen ein Schritt in die richtige Richtung.

Thema in Vorarlberg keine Priorität

Bei der Sozialistischen Jugend Vorarlberg ist das Thema jedoch nicht von Priorität. Stattdessen will man sich vor der Landtagwahl auf Themen wie Vermögenssteuern, die Entlastung von Arbeit und die Beendigung der Großen Koalition konzentrieren. Wenn das Thema beim Landesparteitag auf die Tagesordnung komme, werde man laut Keller dafür stimmen. Einen eigenen Antrag stelle die Sozialistische Jugend jedoch nicht.

 Landespartei für Schweizer Modell

Auch bei der Landespartei ist man durchaus für eine Entkriminalisierung von Cannabis. “Unsere bisherige Haltung ist, dass man wegen einem Joint keine Vorstrafe befürchten sollte”, erklärt SPÖ-Klubobmann Michael Ritsch. Man sollte sich stattdessen am Schweizer Modell orientieren. Nach diesem gäbe es Orte, an denen Cannabis legal erworben werden kann, auch der Konsum selbst wurde nicht bestraft werden. “Das halte ich durchaus für vernünftig”, schließt Ritsch, erwartet jedoch dabei auch die notwendige Kontrolle. “Ich weiß nicht ob es so klug wäre, wenn man an jedem Kiosk einen Joint kaufen könnte.”

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(MRA)

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