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Kein Wildwuchs beim Ausbau der Kleinwasserkraft

Bregenz - Wasserkraft ist in Vorarlberg die mit Abstand bedeutendste Energiequelle. "Ein nachhaltiger Ausbau der Wasserkraft ist gerade in Anbetracht der Klimaschutzziele sinnvoll und machbar", sagt Energielandesrat Erich Schwärzler.

Wasserlandesrat Dieter Egger steht einem Masterplan für Kleinkraftwerke grundsätzlich positiv gegenüber: “Die gesetzlich vorgeschriebene Einzelfallprüfung der Auswirkungen eines Kraftwerks auf die Gewässerökologie kann ein Masterplan aber nicht ersetzen.”

Kritisch sieht Landesrat Egger Kleinstkraftwerke, bei denen der Schaden für die Gewässer den energiewirtschaftlichen Nutzen deutlich überwiegt: “Bei diesem Vergleich schneiden Kleinkraftwerke oft deutlich schlechter ab als Großkraftwerke.” Sowohl das Wasserrechtsgesetz als auch der Nationale Gewässerbewirtschaftungsplan zielen auf dieses Schaden-Nutzen-Verhältnis ab. Durch die notwendigen Einzelfallprüfungen wird ein Wildwuchs beim Ausbau der Kleinwasserkraft verhindert.

In Vorarlberg liefern fünf Prozent der insgesamt 270 Wasserkraftwerke 94 Prozent der Jahresgesamtproduktion von rund 3.100 Gigawattstunden. “Dies zeigt, dass der energiewirtschaftliche Nutzen von Kleinkraftwerken begrenzt ist”, betont Landesrat Schwärzler.

Differenzierter beurteilt Landesrat Egger die Optimierung bestehender Altanlagen, “weil dadurch ökologische Verbesserungen erzielt werden können”, sowie den Bau von Trinkwasserkraftwerken, durch die es zu keiner Beeinträchtigung der Gewässer kommt.

Ja zur Wasserkraft

Im Rahmen der Initiative “Energiezukunft Vorarlberg” werden derzeit alle Potenziale an möglichen Wasserkraftwerken erhoben. “Bevor ein Wasserkraftwerk in Bau geht, wird eine ökologische Beurteilung durchgeführt”, sagt Landesrat Schwärzler: “Ziel muss es sein, das gesamte ökologisch verfügbare Potential an Wasserkraft zu nutzen – nicht zuletzt auch deshalb, weil damit regionale Wertschöpfung und Arbeitsplätze geschaffen werden.”

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