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Kein ultimativer Kick durch Energy-Drinks

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Sie versprechen „Speed“ und „Power“, „boosten“ oder „pumpen“, mitunter sollen sie sogar „Flügel verleihen“: Energy- Drinks. Dass diese Werbeslogans oft wenig mit der Realität zu tun haben.

Dies zeigt eine Studie der deutschen Zeitschrift Öko-Test. Zu viel Zucker, überflüssige Vitamine und problematische Inhaltsstoffe machen den Großteil der 20 getesteten Getränke fragwürdig.

Lediglich einmal wurde die Note „gut“ vergeben – an ein Bio- Erzeugnis. Die restlichen 19 Produkte wurden „ausreichend“ oder schlechter beurteilt, darunter auch die zwei bewerteten Produkte des österreichischen Produzenten Red Bull.

Als eines der Hauptprobleme führt die Studie den hohen Zuckergehalt an. Durchschnittlich sind 106 Gramm pro Liter enthalten, doppelt so viel wie etwa in gespritztem Apfelsaft. Nur drei Getränke, in denen Süßstoffe eingesetzt wird, sind kalorienfrei. Ein weiteres Manko ist der hohe Anteil an Koffein. Eine Viertelliter-Dose enthält die Menge von ein bis zwei Tassen Kaffee. Die hohe Konzentration von Zucker und Koffein kann laut Studie zu bekannten Beschwerden wie Übergewicht, Karies, Herzflattern oder Schlaflosigkeit führen. Paradoxerweise sind diese beiden Stoffe jedoch zugleich die einzig enthaltenen, die sich kurzfristig tatsächlich leistungssteigernd auswirken können.

Was die restlichen Inhaltsstoffe betrifft, so wurden diese überwiegend als problematisch eingestuft. Zwei Drinks waren mit Natriumbenzoat konserviert, das die Bildung von Krebs erregendem Benzol fördern kann. Bei fünf weiteren Erzeugnissen wurden die Färbstoffe Chinolingelb oder Azorubin verwendet. Diese gelten als gesundheitlich riskant. Der oft als leistungssteigernd angepriesene Bestandteil Taurin ist bestenfalls wirkungslos, die Auswirkung größerer Mengen ist noch wenig erforscht.

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