Page 1Page 1 CopyGroupGroupPage 1Combined ShapePage 1Combined ShapePage 1Triangle Page 1 VNVorarlberger Nachrichten Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1 Rectangle 9 Combined ShapeCombined ShapePage 1Page 1Page 1Page 1Page 1AAAAPage 1 Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1

Kein Spielball persönlicher Interessen

Bregenz (VN) - Der einstige Intendant Alfred Wopmann appelliert an „alle involvierten Personen“, sich in den Dienst der Bregenzer Festspiele zu stellen.

„Ich habe mich bei der Wahl meines Nachfolgers bewusst nicht eingemischt und beabsichtige das auch jetzt nicht zu tun, weil jede Stellungnahme als Parteinahme für oder gegen eine Person ausgelegt werden könnte. Eines aber möchte ich zum gegenwärtigen “Nachfolgespiel” sagen: Wenn die Bregenzer Festspiele, an deren Aufbau ich einen wesentlichen Anteil habe, zum “Spielball” persönlicher Interessen werden, dann bedauere ich das zutiefst.“ Mit diesen Zeilen richtete sich Alfred Wopmann, der einstige, erfolgreiche Intendant der Bregenzer Festspiele gestern an die Tageszeitung „Die Presse“ und an die „Vorarlberger Nachrichten“. Die Zeilen seien, so Wopmann im Gespräch mit den VN, durchaus als „moralischer Appell“ zu verstehen bzw. als Wunsch, den er an „alle involvierten Personen“ bzw. an die „gegenwärtige Führung“ richtet.

Er habe sich seit seinem Weggang im Jahr 2003 nie zu Wort gemeldet. Warum er es nun tut, das erkläre sich von selbst. „Die Idee der Festspiele bedeutet, dass man sich in den Dienst dieser Festspiele zu stellen hat. Ich habe nie gefragt, ob mir etwas nützt oder ob es jemand anderen nützt, sondern nur, ob es der Idee nützt“, erklärte er seine frühere Handlungsweise, mit der er große künstlerische Erfolge erzielte. Er würde sich wünschen, so Wopmann, dass sich die Wogen glätten. Bekanntermaßen ist es in der vergangenen Woche zu einem Konflikt gekommen.

Nachdem David Pountney, Intendant seit 2004, nach dem Ablaufen der Bewerbungsfrist auf Anfrage der VN bekräftigte, dass er weiterhin für die Festspiele zur Verfügung stehe und seine Konzepte auch neben jenen anderer Kandidaten bewerten lassen möchte, hatte ihn Präsident Günter Rhomberg, bei dem die Bewerbungen der nach dem Stellungsbesetzungsgesetz ausgeschriebenen Intendantenstelle zusammenlaufen, offen bzw. über die Austria Presse Agentur abgelehnt. Wenige Stunden später relativierte der Präsident diese Aussage. Pountney, der enorme weitere Festspiel-Erfolge bewirkte, gilt als „Kandidat“. Die Subventionsgeber kommentierten den Vorgang mit Besorgnis. Man erwartet sich vom Festspielpräsidium für die Intendanz einen Vorschlag, der einwandfrei nachvollziehbar zu begründen ist.

 

Kein Kandidat für das Hearing

Als Vorstandsvorsitzender der Grazer Theaterholding hatte Alfred Wopmann in den letzten Jahren einige Besetzungen zu managen. Die Frage, ob er als Mitglied einer Hearingskommission für Bregenz zur Verfügung stehe, beantwortete er mit Nein. „Ich bewerbe mich um nichts. Ich habe auch in meiner Zeit keine familiären Kontakte mit den Festspielen verknüpft.“

 

Zur Person

Alfred Wopmann Geboren: 1936 in Wels

Ausbildung: Studium Philosophie, Psychologie, Anthropologie, Violine

Laufbahn: Orchestermusiker, Regisseur an zahlreichen Opernhäusern, über 20 Jahre Intendant der Bregenzer Festspiele, die er neu ausrichtete

Jetzige Tätigkeit: u. a. Vorstandsvorsitzender der Theaterholding Graz, bestehend aus Opernhaus, Schauspielhaus, Theatersevice GmbH etc.

home button iconCreated with Sketch. zurück zur Startseite
  • VOL.AT
  • Vorarlberg
  • Bregenz
  • Kein Spielball persönlicher Interessen
  • Kommentare
    Kommentare
    Grund der Meldung
    • Werbung
    • Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
    • Persönliche Daten veröffentlicht
    Noch 1000 Zeichen