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Kein leichter Weg: Janine (18) erzählt von ihrem Leben mit Morbus Hirschsprung

©VOL.AT/Mayer, Privat
Schon seit der Geburt leidet Janine Pušnik aus Gisingen an Morbus Hirschsprung. Die 18-jährige hat einen langen Weg hinter sich.

Janine Pušnik aus Feldkirch-Gisingen hatte es nicht immer leicht: Die 18-jährige leidet an Morbus Hirschsprung, einem angeborenen Fehlen von bestimmten Nervenzellen. Da diese für die muskuläre Beweglichkeit des Darmes zuständig sind, kommt es bei Betroffenen zu einem gestörten Weitertransport des Darminhalts durch ungeordnete Darmtätigkeit.

Diagnose erst 2017

Obwohl die junge Frau mit der Erkrankung geboren ist, wurde diese erst 2017 diagnostiert. "Ich war froh, da ich endlich gewusst habe, woher die jahrelangen Bauchkrämpfe kommen", erinnert sich Janine an den Moment zurück, indem sie die Diagnose bekam. "Schlimm fand ich die Diagnose nicht, weil ich froh war, dass man endlich was dagegen tun konnte", so die 18-jährige.

Mehrere Not-OPs

Die erste Operation hatte die junge Frau am 13. Jänner 2018. Zwei Tage später verspürte sie dann heftige Schmerzen, eine Darmentzündung wurde festgestellt. Janine bekam daraufhin Darmausgänge. "Nach zwei Monaten habe ich das eine Stoma weggekriegt", erzählt die Feldkircherin. Ein gutes halbes Jahr später machten die Ärzte einen fatalen Fehler: Luft und Stuhl gelangten in den Bauchraum. Wieder kam es zu einer Not-Operation. "Das ist etwas Scheiße gelaufen", meint Janine im VOL.AT-Gespräch. Die Operation sei dann immer wieder nach hinten verschoben worden. "Im Mai haben sie endlich operiert und jetzt bin ich einfach froh, den Sack wegzuhaben."

Die Narben auf Janines Bauch erinnern noch an die schwere Zeit. © Privat

"Familie stand immer hinter mir"

Besonders in den schweren Monaten rund um die Operationen fand die junge Frau viel Halt in ihrem sozialen Umfeld. "Meine Familie stand immer hinter mir, mein Freund auch. Er kam immer zu mir ins Krankenhaus", erzählt die 18-jährige von der Zeit. Auch die Zuneigung ihrer Katzen hätte ihr sehr weitergeholfen: "Mit ihnen zu kuscheln gibt mir auch Stärke, weil sie da sind und merken, dass es mir schlecht geht", so Janine gegenüber VOL.AT.

Endlich wieder Sport machen

Jetzt, da es ihr wieder besser geht, kann Janine endlich wieder sorgenfrei leben. "Ich darf schwimmen gehen und Sport machen kann ich auch endlich wieder", verdeutlicht sie. "Das freut mich brutal, denn so kann ich auch wieder mein eigenes Geld verdienen." Auch ihre Lehre als Maschinenbautechnikerin, die sie aufgrund der Krankheit im zweiten Jahr abbrechen musste, kann sie weitermachen.

"Es geht wieder aufwärts"

Die 18-jährige hat auch eine Botschaft an andere, die in einer ähnlichen Lage stecken: "Man sollte sich ein Hobby suchen, bei dem man Spaß hat. Ich fotografiere zum Beispiel." Besonders in schweren Zeiten sei es wichtig nicht aufzugeben. Sie selbst sei auch oft dagesessen und habe nicht anders gekonnt als zu weinen. "Aber es geht wieder aufwärts", ist sie sicher. Auch wenn es Tiefpunkte gebe, komme immer wieder der Moment, in dem es wieder bergauf gehe.

(Red.)

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