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Karfreitag: Wirtschaft kann sich keinen weiteren Feiertag leisten

Laut Mahrer kann sich die Wirtschaft keinen weiteren Feiertag leisten.
Laut Mahrer kann sich die Wirtschaft keinen weiteren Feiertag leisten. ©APA/Roland Schlager
Bei der Diskussion um einen arbeitsfreien Karfreitag will Wirtschafskammer-Präsident Harald Mahrer nicht vorgreifen. Klar sei jedoch, dass für die Wirtschaft kein zusätzlicher freier Tag möglich sei.
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Wirtschaftskammer-Präsident Harald Mahrer setzt bei der Diskussion um einen arbeitsfreien Karfreitag auf “pragmatische Gespräche” mit den Arbeitnehmervertretern. Aber klar sei, dass sich die Wirtschaft keinen zusätzlichen freien Tag leisten könne. Man wolle aber auch niemandem etwas wegnehmen. Indes wurden Stimmen in der ÖVP-Arbeitnehmervertretung für einen zusätzlichen Feiertag laut.

An den von Gewerkschaften und Arbeiterkammer kritisierten Kosten von angeblich 600 Mio. Euro für die Privatwirtschaft hielt Mahrer heute am Rande einer Pressekonferenz fest. Dass gestern ein wenig die Emotionen in der Sozialpartnerschaft hochgegangen sind, will Mahrer nicht überbewerten. Auch bei der Herbstlohnrunde sei von einem hohen Konfliktpotenzial ausgegangen worden – und am Ende des Tages habe es dann doch “vernünftige” Abschlüsse gegeben.

Dass es bei einem möglichen Abgleich von Feiertagen – etwa Karfreitag mit Pfingstmontag – unterschiedliche Interessen in der Wirtschaftskammer gibt, sei nichts überraschendes.

Arbeitnehmervertreter in der ÖVP teilten indes die Meinung der Bundesregierung nicht: Der Wiener FCG-ÖAAB-Spitzenkandidat für die Arbeiterkammer-Wahl, Fritz Pöltl, sprach sich in einer Pressekonferenz für einen zusätzlichen Feiertag aus. Der Verzicht auf Zuschläge ist für ihn nicht akzeptabel.

Karfreitag: Kein weiterer Widerspruch aus Ländern zur Regierungslinie

Den Regierungsparteien droht aus den Ländern kein weiterer innerparteilicher Widerspruch zu ihrer Linie beim Thema Karfreitag. Der burgenländische FPÖ-Chef Johann Tschürtz bleibt der einzige, der öffentlich einen weiteren Feiertag für alle fordert. Aus allen anderen Bundesländern gibt es entweder Zustimmung zum Bund oder Zurückhaltung, wie ein Rundruf der APA am Donnerstag ergab.In Salzburg sahen die Landesparteivorsitzenden von ÖVP und FPÖ wie auch die türkis-blaue Bundesregierung keinen Bedarf an einem freien Karfreitag für alle: “Diese Frage ist von der Bundesregierung in Gesprächen mit Vertretern der evangelischen Kirche und den Sozialpartnern zu regeln. Die Notwendigkeit eines zusätzlichen Feiertages sehen wir nicht”, sagte Landeshauptmann Wilfried Haslauer (ÖVP). Auch für die FPÖ gehe es jetzt nicht darum, einen weiteren Feiertag einzuführen, teilte die freiheitliche Landesparteichefin Marlene Svazek mit.

Das Büro von Tirols Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP) wollte sich auf APA-Anfrage zu der Karfreitags-Thematik nicht näher äußern. Für Tirols FPÖ-Chef Markus Abwerzger ist der Karfreitag als zusätzlicher Feiertag “nicht angebracht”. Österreich weise ohnehin bereits die “meisten Feiertage in Europa” auf, sagte Abwerzger der APA.

Forderung nach “praxisgerechten Lösungen”

Keinen Widerstand gegen die Linie der Bundesregierung hat es am Donnerstag von den Kärntner Landesparteien von FPÖ und ÖVP gegeben. Er werde den Lösungsvorschlag der Bundesregierung mittragen, sagte FPÖ-Landesparteiobmann Gernot Darmann. ÖVP-Landeschef Martin Gruber sprach sich gegen eine “Mehrbelastung der heimischen Wirtschaft” aus.

Der burgenländische ÖVP-Landesparteiobmann Thomas Steiner plädierte für eine “praxisgerechte Lösung”. Vorarlbergs Landeshauptmann und ÖVP-Chef Markus Wallner und der FPÖ-Landtagsabgeordnete Hubert Kinz verwiesen auf die Gespräche in Wien. Der steirische Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer (ÖVP) ist dafür, “dass der Karfreitag ein Feiertag ist, aber ich bin gegen einen zusätzlichen Feiertag”.

Oberösterreichs Landeshauptmann Thomas Stelzer (ÖVP) will die Verhandlungen auf Bundesebene abwarten. Gleichzeitig würden sich die Juristen des Landes OÖ aber auf alle Szenarien vorbereiten, um im Landesdienst dann rasch reagieren zu können. Für den oö. Landeshauptmann-Stellvertreter Manfred Haimbuchner (FPÖ) kommt kein zusätzlicher Feiertag infrage, gleichzeitig soll es aber auch keine Verschlechterung für die Protestanten geben.

Auch Niederösterreichs Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) verwies auf die Gespräche der Bundesregierung, “die hier eine Lösungen im Sinne aller Betroffenen” finden werde.

(APA/Red)

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