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Kapuziner wirkten 178 Jahre auf dem Gaues

Bruder Engelbert Bacher übergab die Schlüssel des Kapuzinerklosters symbolisch an Pfarrmoderator Hans Tinkhauser.
Bruder Engelbert Bacher übergab die Schlüssel des Kapuzinerklosters symbolisch an Pfarrmoderator Hans Tinkhauser. ©Gerhard Scopoli
Schruns. (sco) Ende März ist die Ära der Kapuziner im Kloster Gauenstein zu Ende gegangen. Wertschätzend und dankbar wird sich das Montafon vom Orden verabschieden.
Kapuzinerkloster Gauenstein

Bruder Engelbert hat auf Gauenstein in Schruns binnen der vergangenen 35 Jahre Türen geöffnet. “Bei ihm waren alle Menschen willkommen, und er hat zudem ein wunderbares Team aufgebaut. Wir werden bemüht sein, dass dieses Team die Wortgottesdienste im Kloster Gauenstein weiterführen kann”, sagte Pfarrmoderator Hans Tinkhauser unlängst bei der symbolischen Schlüsselübergabe im Schrunser Kloster. Nach 178 Jahren haben die Kapuziner das Montafon verlassen. Ein zutiefst bewegender, tränenreicher Abschied.

Doppelte Schlüsselübergabe

Mit dem Weggang des Ordens fiel das Kloster mit seinen Besitzungen an die Frühmesspfründe Schruns. So hat es das Stifterehepaar Tschol einst verfügt. Bruder Engelbert Bacher übergab die Schlüssel von Kirche, Haus und Garten an Pfarrmoderator Tinkhauser, der diese – ebenfalls symbolisch – an die drei Schrunser Pfarrkirchenräte Werner Ganahl (stellvertretender Vorsitzender), Roland Düngler und Erika Scheibenstock weiterreichte. Diese sind für die Besitzungen der Pfarre Schruns zuständig. Den Kirchenschlüssel legte der Leiter des Pfarrverbandes für das mittlere Montafon ganz bewusst in die Hände von Frau Scheibenstock: “Wir leben in neuen Zeiten und befinden uns im Aufbruch. Auch die Frau trägt Verantwortung für die Kirche!”

Kloster einladend geöffnet

Bruder Engelbert dankt auch auf diesem Weg allen Personen im Montafon mit einem herzlichen “Vergelt´s Gott!”: Seit dem Jahr 1843 haben wir Kapuziner hier auf dem Gaues die liebevolle Unterstützung der Bevölkerung erfahren. Durch Eure tätige Hilfe, Spendenfreudigkeit und Freundschaft war es möglich, dieses Klösterchen für viele einladend zu öffnen.” Vor 22 Jahren, als einziger Kapuziner auf Gauenstein, hätten ihn engagierte Frauen und Männer ermutigt, das Kloster weiterhin offen zu halten.

Seelsorger in Maria Rast

Dem Montafon bleibt der Kapuziner als Seelsorger im Krankenhaus Maria Rast verbunden. Darüber hinaus stehe er gerne als pastoralpsychologischer Lebens- und Sozialberater zur Verfügung, “besonders für Männerfragen und die Regenbogenpastoral”. Auf Wunsch werde er Segnungsfeiern u. a. von Paaren und Kindern vornehmen und sich Zeit für Hausbesuche nehmen. Der Weg von Bruder Engelbert führte nach Feldkirch, wo er sich nun fragen wolle, “wofür Gott uns Kapuziner einlädt”.

Eine würdige Verabschiedung der Kapuziner in großem Rahmen ist für den Herbst geplant. Wie schon in den Jahren 1983 bis 1995 wird das Kloster Gauenstein wieder zur Heimat für Schwestern der Heiligen Klara. Zumindest in der Anfangszeit werden im Kloster nur zwei bis vier Schwestern leben und arbeiten. Die symbolische Schlüsselübergabe ist schon feierlich und herzlich vollzogen worden. Ein Bericht folgt noch in diesen Tagen.

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